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Erwiederungen auf die Bemerkungen des Herrn Geh. Raths Dr. A.A.E. Schleiermacher über den Studienplan für die Großh. Hess. Landes-Universität zu Gießen / von einigen Professoren derselben
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Wiſſenſchaft, die es geſtattet, unter der Vorausſetzung tüchtiger Schulkenntniſſe in der Geſchichte, auf einem höheren Stand punkt, in einem engeren Rahmen ein Gemälde ſtellen, das des allgemein Bildenden und Belehrenden bietet. Es wird dieſes um ſo mehr und ſicherer der Fall ſeyn, wenn in einer ſolchen Vorleſung der Begriff der Univerſalge⸗ ſchichte feſtgehalten wird. Und hier treffen wir auf den zweiten Punkt, in welchem wir mit dem Herrn Verfaſſer nicht einver⸗ ſtanden ſind. Er bemerkt in der oben angeführten Stelle: daß in dieſer Vorleſung eine nur einigermaßen befriedigende Ueber⸗ ſicht der Geſchichte der einzelnen Länder nicht gegeben werden könne. Allein dieß iſt auch nicht die Aufgabe der Univerſalge⸗ ſchichte. In ihr tritt die gleichmäßig fortlaufende Geſe einzelnen Völker in den Hintergrund. Die Univer hebt nur das Weſentlichſte heraus, hält ſich vorzugsweiſe an das Gemeinſame, ſtellt das Beſondere der verſchiedenen Völker und Staaten nur darum neben einander, damit das Gemeinſame daraus hervorgehe, und das Beſondere der einzelnen Völker und ihrer ſtaatlichen Einrichtungen durch die Ausſcheidung und Ver gleichung ſich in ſeiner Eigenthümlichkeit charakteriſire. N 1 wir nach dem Vorausgegangenen z. B. das Mittelalter aus der Univerſalgeſchichte, ſo werden hier zunächſt die erſten Elemente ſeines Weſens, das Leben und die bürgerlichen Einnchungen d der germaniſchen Völker, das Chriſtenthum, die Ueberreſte der römi⸗ ſchen Civiliſation mit ihren Einwirkungen, in ihren Grundzügen darzuſtellen ſeyn. Später wird die Feudalverfaſſung und Leib

eigenſchaft, die Entwicklung und Ausbildung der Hierarchie und päpſtlichen Macht, das Ritterthum und die Ritterpoeſie, die Gründung und Blüthe der Städte, das Aufkommen des dritten Standes und die ſtändiſche Verfaſſung, u. ſ. w. die Aufmerk⸗ ſamkeit in Anſpruch nehmen. Nach der Darſte amen werde ſeine Erſcheinung und Form in den eit L

dern, in denen es ſich am früheſten entwickelt, am ſch rfſten aus⸗ geprägt hat, nachgewieſen. Die großen Ereigniſſe des alters, wie die Kreuzzüge, können und ſollen hauptſächlich nur

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