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Erwiederungen auf die Bemerkungen des Herrn Geh. Raths Dr. A.A.E. Schleiermacher über den Studienplan für die Großh. Hess. Landes-Universität zu Gießen / von einigen Professoren derselben
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ſicht des Herrn Verf., die, wenn ſie in dieſer Stelle zweifelhaft ſcheinen möchte, in einer S. 31 ſich findenden Aeußerung über Geſchichte ihre Beſtätigung finden würde; dann begegnen wir hier einem Begriff von Univerſalgeſchichte, dem wir nicht beiſtimmen können. Davon daß der akademiſche Geſchichtsvortrag einen hö⸗ heren Standpunkt nehmen, nicht allein die aus dem Gymnaſial⸗ unterricht bekannten Thatſachen tiefer auffaſſen, ſondern ſelbſt neue Seiten und neue Stoffe der Geſchichte zur Sprache bringen ſoll, davon findet ſich in den Aeußerungen des Herrn Verfaſſers nicht die leiſeſte Andeutung. Oder ſollte ſich der akademiſche Ge⸗ ſchichtsunterricht wirklich blos durch größere Ausführlichkeit vom Gymnaſialunterricht unterſcheiden? Hätte Spittler(wir nennen ihn wiederholt, weil wir oben ſeine Anſicht in dieſer Beziehung mit⸗ getheilt haben, und ſeine Tüchtigkeit und Wirkſamkeit als Ge⸗ ſchichtſchreiber und akademiſcher Geſchichtslehrer allgemein anerkannt iſt) einen Mißgriff gethan, als er jene Gegenſtände in ſein Lehr⸗ buch aufnahm und in akademiſche Compendien aufgenommen wiſſen wollte? War Spittlers akademiſche Wirkſamkeit, als er jene Gegenſtände in ſeinen Geſchichtsvorträgen beſprach, etwa eine verfehlte? Sicherlich iſt das nicht die Meinung des Herrn Verfaſſers; gleichwohl führen ſeine Bemerkungen in Bezug auf Geſchichte folgerichtig auf eine ſolche Annahme. Sein Tadel trifft allein die Kürze des Curſus, eines halbjährigen, in welchem die Univerſalgeſchichte bisher vorgetragen wurde und nach dem Studienplan ferner vorgetragen werden ſoll. Die Schwierigkeit dieſer Aufgabe fühlt wohl niemand lebhafter als der Lehrer, der dieſe zu löſen hat, und wir wollen nicht bergen, daß wir einen einjährigen Curſus derſelben(der jedoch nach des Herrn Verfaſ⸗ ſers Anſicht auch nicht ausreichen könnte, indem nach ſeiner Mei⸗ nung S. 31von einem Vortrag über die geſammte neuere Ge⸗ ſchichte, die vier(?) letzten Jahrhunderte nmfaſſend, vernünf⸗ tiger Weiſe ſo wenig die Rede ſein könne, als von der Univer⸗ ſalgeſchichte) für zweckmäßiger halten würden. Aber wir verken⸗ nen nicht die Schwierigkeiten, welche eine ſolche Einrichtung dar⸗ bieten würde, indem die Verpflichtung, entweder einen einjährigen 2