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Erwiederung auf die Bemerkungen des Herrn Geh.-Raths Dr. A. A. E. Schleiermacher über den Studienplan für die Großh.-Hessische Landesuniversität zu Gießen / von Dr. J.T.B.v. Linde, Großh. Hess. Geh. Staatsrath im Ministerium des Innern und der Justiz, Kanzler der Universität zu Gießen, und Director des Oberstudienraths.
Entstehung
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trieben werden könne, und daß der Lehrer nicht des Höhern und Tiefern in ſeiner Wiſſenſchaft kundig ſeyn müſſe, um in ſeinem Unterrichte mit Gewandtheit und Erfolg zu wir ken, ohne darum Alles, was er weiß und als Lehrer wiſſen ſoll, dem Schüler mitzutheilen? Nur wer ſeiner Wiſſenſchaft in jeder Hinſicht Meiſter iſt und in ihr über der bloßen Schuͤlerſphäre ſteht, kann wahren Beruf haben, in ihr lehrend aufzutreten und die Bürgſchaft geben, daß ſeine Bemühungen nicht hinter den weſentlichen Erwar⸗ tungen zurückbleiben werden. Seite 55 wird gerügt, daß der Lehrplan in der Mathematik nicht für Alle, welche Mathematik ſtudiren ſollen, dieſelbe Reihenfolge und An⸗ ordnung habe, daß dagegen der Plan ſich in dieſer Be⸗ ziehung modificire, je nach den Fächern, z. B. bei dem mathematiſchen Lehrfache die Gegenſtände anders ſtelle, als bei dem Baufache, Forſtfache u. ſ. w. Wir haben dieſen ſcheinbaren Mißſtand bereits gleich Anfangs aus dem allgemeinen Geſichtspunkte berührt und können hier nur unſere Anſicht wiederholen, welcher gemäß das Ge rugte eher ein Vorzug als Mangel iſt. Denn es wird auf dieſe Weiſe, ohne daß die Sache an ſich irgend darunter leiden könnte, eine größere Freiheit in den bezüglichen Studien ſelbſt möglich gemacht, zugleich den etwaigen eigenthümlichen Verhältniſſen auf's Möglichſte entſprochen. So, um nur Eins zu erwähnen, wird ge⸗ tadelt, daß die künftigen Gymnaſiallehrer Trigonometrie hören, während dieſelbe für alle übrigen, obwohl ſie Geodäſie treiben ſollen, wegfällt; zugleich wird dann die Bemerkung hinzugefügt, daß, wenn vorausgeſetzt wäre, daß ſie in dem allgemeinen Curſus der reinen Mathematik genügend behandelt würde, dieß auch fuͤr den Gymnaſial⸗ lehrer gelten müßte. Wir glauben dagegen bemerken zu können, daß der Gymnaſiallehrer eben als Lehrer eine nähere und umfaſſendere theoretiſche Kenntniß dieſes Zweigs beſitzen muſſe, als diejenigen, deren Beruf die Kunſt der

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