Druckschrift 
Erwiederung auf die Bemerkungen des Herrn Geh.-Raths Dr. A. A. E. Schleiermacher über den Studienplan für die Großh.-Hessische Landesuniversität zu Gießen / von Dr. J.T.B.v. Linde, Großh. Hess. Geh. Staatsrath im Ministerium des Innern und der Justiz, Kanzler der Universität zu Gießen, und Director des Oberstudienraths.
Entstehung
Seite
40
Einzelbild herunterladen

40

ſtandes dieſer Landesanſtalten zu dem fruheren beſchaffen ſey, daruͤber wollen wir jetzt in keine nähere Erörterung eingehen, ſondern nur einfach andeuten, was Jeder ſehen kann, daß die Zeitanforderungen auch hier gegen ehe⸗ mals ſich bedeutend geſteigert haben, indem theils die Lehrgegenſtände vervielfältigt oder erweitert, theils auch insbeſondere die philologiſchen Partien eine vollere, wir möchten ſagen ſachlichere Behandlung heiſchen, als dieſes vordem der Fall war. Inzwiſchen können wir in dieſer Hinſicht die Vergleichung zwiſchen ſonſt und jetzt uns getroſt gefallen laſſen, vorausgeſetzt, daß man nicht ein abſoluter laudator temporis acti se puero ſeyn will. Aufmerkſam mochten wir den Herrn Verf. noch darauf machen, daß auch in vielen andern deutſchen Staaten dieſe eigene Bildung von Candidaten des Gymnaſiallehr amts beſteht, z. B. in Preußen, Hannover u. ſ. w. Will man ſich die Mühe nehmen, mit den Forderungen, welche dort in dieſer Beziehung geſtellt werden, zugleich mit den Gegenſtänden und dem Umfange der in jenen Staaten verordneten beſonderen Pruͤfung füͤr die Can⸗ didatur des Gymnaſiallehramts ſich etwas näher bekannt zu machen, ſo ſieht man ein, daß wir immer noch keine Rigoriſten ſind, und man wird ſich auch vielleicht zu dem Schluſſe geneigt fuühlen, daß doch wohl eine Art Bedurf niß zu der fraglichen Einrichtung vorhanden ſeyn möchte.

Um indeß dem Vorwurfe, daß der Studienplan für das Gymnaſiallehramt eine zu philologiſche Richtung habe, zu begegnen, bemerken wir nur, daß er ja eben deswegen in zwei Partien geſchieden iſt, nämlich in die eine aller dings vorzugsweiſe philologiſche und die andere mehr realiſtiſche, um die Möglichkeit zu geben, daß neben der Philologie auch die andern Unterrichtszweige ihre ange⸗ meſſene Vertretung erhalten. Beide Plane ſind daher als ſich gegenſeitig vorausſetzend und gleichſam ergänzend zu betrachten. Wäre nur ein Plan hier aufgeſtellt worden,

ſo n ſelbſt esn zeug zeln zwe Phr bege Ver für man unſe Ga un Ur. ſtin die uns mei Ph. naf un jer