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ſeyn würde, wenn man die philoſophiſche Fakultät, oder beſſer, einen Ausſchuß derſelben, verpflichtete, den angehenden Studenten zu prüfen, wiſſenſchaftlich zu orien⸗ tiren, oder ſymboliſch zu weihen. Die Freiheit zu ſtudiren, oder ſich auf der Univerſität aufzuhalten, wird dadurch nicht beeinträchtigt; nur für die, welche ſich der angeord— neten öffentlichen Aufſicht unterwerfen wollen, iſt eine ſolche Einrichtung getroffen, und ſie ſetzt die Univerſität in den Stand, dem Gouvernement über Amtstuchtigkeit einzelner Subjecte die geforderte Auskunft zu geben, und uber diejenigen, welche das Bürgerrecht in der eigent— lichen literariſchen Republick erlangen wollen, urtheilen zu können, obgleich die Zuläſſigkeit der letzteren auch auf andere Weiſe erforſcht werden kann.— Uebrigens wäre es ſehr gut, wenn die Mitglieder der Specialfakultäten, unter gewiſſen, die individuelle Studienfreiheit ſichernden, Bedingungen, darüber einverſtanden wären, keinen Unbe⸗ kannten, der ſich als Zuhörer bei ihnen meldet, zu ihren Vorleſungen zuzulaſſen, wofür er nicht, ſoweit ſolches hiſtoriſch-empiriſch beurtheilt werden kann, die erforder— liche Vorbereitung ſich dazu erworben hat. Ohne dieſe Vorkehrungen laſſen ſich dem alles Wiſſenſchaftliche aus— ſchließenden Handwerksgeiſte im Studiren keine Schranken ſetzen. Jünglinge, ziemlich roh der Schule entlaufen, hören im erſten halben Jahre, ohne durch Sprachkunde, Philo⸗ ſophie und Geſchichte vorbereitet zu ſeyn, Dogmatik, werfen ſich in juriſtiſchen Definitionen-Kram, oder befaſſen ſich mit mediciniſchen Specialdisciplinen, ohne durch Vorkennt⸗ niſſe ſich zu ſolchen Studien geſchickt gemacht zu haben. Philologiſche zumal und hiſtoriſche Vorkenntniſſe, wiewohl ſie den Grund von allen Wiſſenſchaften ausmachen, wie unverzeihlich werden ſie bei dem gewöhnlichen Handwerks— ſchlendrian verabſaͤumt! Entſetzlich iſt es, daß Univerſitäts⸗ lehrer aus ſchmutzigem Eigennutz, oder aus lächerlicher Eitel⸗ keit, welche ſich mit der Zahl der Zuhörer bruſtet, das Un⸗
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