matik angemeſſen gelehrt wurden. Es iſt aber ſchon nach⸗ gewieſen, daß doch wohl den Männern, welche die Ver⸗ ordnung veranlaßten, ein beſonderes Motiv vorgelegen habe. Und in der That dürfte auch ſelbſt für die zwei genannten Gegenſtände, gegen deren Auffüͤhrung in dem Studienplane der Herr Verfaſſer hauptſächlich eifert, bei genauerer Erwägung ein hinlänglicher Grund darin zu finden ſeyn, daß vorausgeſetzt werden muß, daß die Be⸗ handlung und Darſtellung derſelben an der Univerſität von einem Standpunkte ausgehe, welcher in Abſicht auf eigent⸗ liche Wiſſenſchaftlichkeit als ein höherer zu betrachten iſt.*) Sollte man uberhaupt der Meinung ſeyn, daß z. B. die Geſchichte als durch den Gymnaſialunterricht hinreichend gelehrt angeſehen werden könne, wozu dann ein oder ſogar oft mehrere Profeſſoren ſolchen Fachs an den Univerſi⸗ täten?— freilich ſcheint es, als wollte ſich der Herr Verfaſſer hauptſächlich nur gegen die Univerſalgeſchichte erklären, obwohl nach unſerm Dafuͤrhalten gerade in einem Vortrage über dieſelbe die factiſchen Details, welche der Gymnaſtalunterricht vielſeitig geben ſoll, auf eine wiſſen— ſchaftliche Erkenntniß des geſchichtlichen Zuſammenhangs zweckmäßig zurückgeführt werden können.
Doch wollen wir uns dem Herrn Verfaſſer gegen⸗ über mit unſerer Anſicht über dieſe Sache gern beſcheiden und nur bemerken, daß man von anderer Seite die For⸗ derungen oft viel höher ſtellt, als unſere hohe Staatsbe⸗ hörde. So bemerkt ein Recenſent in der Jenaiſchen Allgem. Lit. Zeitung v. J. 1809, N. 117:
„Auch Herr Villers iſt der Meinung, daß es fuür die erſte Einleitung in die Univerſitätsſtudien ſehr heilſam *)„Die Schule verfährt methodiſch(im Lernen), die Univerſttät
encyclopädiſch(im Studium), die Akademie läßt(zur vollen deten Bildung) das Philoſophiſche, deſſen Geiſt ſie nun einmal⸗ beſitzt, wieder zurücktreten, um mit dieſem philoſophiſchen Geiſte das Einzelne der Wiſſenſchaft rein herauszuarbeiten.“


