— 24— Collegien überhaupt und namentlich die philoſophiſchen Verwirn in ihrem Verhältniſſe zu den poſitiven Studien darſtellt. Studie! Immer iſt es das ganz beſchränkte Verhältniß eines be— aufgefü ſtimmten nutzanwendlichen Bezugs, z. B. Pſychologie ſchreibt iſt von dem Theologen etwa zu hören wegen ihres Be— gelten zugs zur theologiſchen Moral, von dem Juriſten wegen ſucht. 1 des Criminalrechts, von dem Mediciner wegen der Pſy— freilich chiatrie(S. 31). Wir bekennen offen, daß uns die allein Ueberzeugung beiwohnt, daß die Wiſſenſchaften überhaupt doch m und namentlich die allgemein-philoſophiſchen fuür den chen ve Menſchen noch etwas Höheres bedeuten können, als das im All bloße Nuͤtzlichkeitsintereſſe, ſo ſehr wir dieſes bei ihrem wenn Studium zugleich und bei den poſitiven Wiſſenſchaften einige vorzugsweiſe in ſeiner Geltung anerkennen und deshalb ſetzun auch der Staatsregierung Recht und Pflicht zuſprechen dem müſſen, bei der normativen Regulirung der Studien das wir d poſitive Moment der Brauchbarkeit in den Fachwiſſen⸗ dingt ſchaften beſonders zu beruckſichtigen. Gegen Wenn der Herr Verf. S. 74 weiter bemerkt, daß auch fuͤr den, der ſich grundlich bilden will, Selbſtſtudium ſichere immer die Hauptſache iſt; ſo geben wir ihm darin voll— ausda kommen Recht. Wenn er aber hinzuſetzt, daß dafuür verwe wenige Collegien als Anleitung hinreichen, indem der darau Studirende im Uebrigen ſeinen Weg ſelbſt zu machen wiſſe; ſchrit ſo können wir dieſes nur unter großer Beſchränkung zuge— das ſtehen. Allerdings wird es bei Manchem hinreichen, ſoll. wenn er nur Andeutungen erhält, allein der bei Weitem kein) größere Theil kann ſich ohne eine umfaſſendere Einfuüh— wallen rung in das Material der Wiſſenſchaft nicht orientiren. ein u Nur erſt, nachdem eine vielſeitigere und nähere Bekannt⸗ ſonde ſchaft mit dem Inhalte erworben worden, fuͤhlen ſich Ande Viele aufgefordert und hinlänglich vorgeübt, ſelbſt⸗ merke ſtändige Erweiterungen und angemeſſene Ergänzungen bedien anzuſtreben. Uebrigens geben wir gern zu, daß ein un— ſicher verſtändiges Ueberhäufen mit Vorleſungen oft genug zu Wahr
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