haben Ur⸗
einen
Frage iſchen men; auf nden Ver⸗ Aus⸗ heint inzip
vor höch⸗ Veiſe
iges,
iſchen Uni 1836. täten. rſch,
Tüb
ffent
—-— 17—
und in ſo mancherlei Eigenthümlichkeiten ſich darſtellendes Verhältniß zu reguliren, und damit, wie ein Prokruſtas⸗ Bett zu fertigen, in welches Alles, was ſich nur eini— germaßen ähnlich ſieht, gebracht werden ſoll; vielmehr mußten, da es nicht eben blos auf adminiſtrative, ſon⸗ dern zugleich auf wiſſenſchaftliche Zwecke ankam, die competenten akademiſchen Behörden mit ihren Gutachten gehört werden; und die höchſte Behörde durfte hier ſo— fort kaum mit leiſer Hand ändernd eingreifen, ſobald ſie die Ueberzeugung gewonnen hatte, daß die Anträge der academiſchen Behörden im Weſentlichen den zeitgemäßen Anforderungen an die Wiſſenſchaft und das Leben, auch nach den ſpeciellen Bezügen der inländiſchen Verhältniſſe, entſprechen. Dieſe Ueberzeugung war wirklich die Grund⸗ lage des ausgeführten neuen Baues. Ein gegentheiliges Verfahren würde, und wohl nicht mit Unrecht, mehr⸗ ſeitige Anfechtung erfahren haben. Die Staatsregierung, indem ſie den eingeſchlagenen Weg verfolgte, erlangte damit Zweierlei, einmal gab ſie den Beweis ihrer offenen Achtung fuͤr die Rechte der Wiſſenſchaft ſelbſt, weiter und Mangelhaſte ſich um ſo leichter und beſtimmter hervor— ſtellen machte, und ihr ſodann paſſende Gelegenheit ge⸗ boten wurde, das Verhältniß mit größerer Sicherheit aufzufaſſen und ſpäter durch entſchiedenere Normen zu beſtimmen. Der vorliegende Studienplan ſollte daher keineswegs aus dem Geſichtspunkte abſoluter Idea⸗ lität entworfen werden, ſondern für's Erſte nur als das Reſultat eines analytiſchen Aufbaues gelten, um in der Folge auf dem Grunde angemeſſener poſitiver Erfah⸗ rungen einen mehr ideel und ſynthetiſch entworfenen Umbau vorzunehmen. Wir geſtehen gern, daß auf dem bezeich⸗ neten Wege Mißſtände nicht zu vermeiden waren, und daß der Herr Verfaſſer Einiges in der Hinſicht angedeutet hat, was das Gepräge des Mangels an ſich tragen mag;
v. Linde, Erw. auf die Bemerk. Schleierm. 2


