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Erwiederung auf die Bemerkungen des Herrn Geh.-Raths Dr. A. A. E. Schleiermacher über den Studienplan für die Großh.-Hessische Landesuniversität zu Gießen / von Dr. J.T.B.v. Linde, Großh. Hess. Geh. Staatsrath im Ministerium des Innern und der Justiz, Kanzler der Universität zu Gießen, und Director des Oberstudienraths.
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auf die Stiftungsfeier der Univerſität Wittenberg, einer Lehranſtalt, aus deren Schooß die Reformation ausgieng, ſchrieb, daß, ſage ich, jene Schriftſteller für Univerſitäten im Weſentlichen jene Maßregeln als zweckmäßig, nothwendig und ausfuͤhrbar zu begründen ſuchten, welche bei der Würzburger Organiſation leitend geweſen waren. Das Prinzip wird aber in dieſen Schrif⸗ ten noch weiter verfolgt. So bemerkt z. B. Schleier⸗ macher in den gelegentlichen Gedanken S. 78:Es iſt gewiß verderblich, daß die Studirenden gleich an fänglich ſich können einer Fakultät einverleiben. Alle müſſen zuerſt ſeyn und ſind auch der Philoſophie Befliſſene; aber Alle ſollten eigentlich auch in dem erſten Jahre ihres academiſchen Aufenthaltes nichts anderes ſeyn dürfen. Das alte Unweſen, die Knaben in der Wiege für ein gewiſſes Geſchäft zu beſtimmen, iſt immer noch nicht ausgerottet; denn für das wiſſenſchaftliche Leben iſt die gelehrte Schule nur die Wiege. Was für Vorſtellungen von ſeinem künf⸗ tigen Berufe, von dem Verhältniß deſſelben zu dem ganzen großen Gebiete der Wiſſenſchaften und des durch ſie un mittelbar befruchteten Lebens, kann der angehende Jüͤng⸗ ling wohl von dorther mitbringen? Die allgemeinen Ueber ſichten, theologiſche, juriſtiſche, mit welchen man die Abgehenden hie und da zu verſenden pflegt, ſind nur Huldigungen, welche man verkehrter Weiſe jener Ver kehrtheit der voreiligen Beſtimmung darbringt, und ein Raub, der ſchwerlich ungeſtraft an den Univerſitäten be⸗ gangen wird. Gewiß ſind die Fälle ſelten, wo ſich eine beſtimmte Richtung des Talentes ſchon auf der Schule offenbart, und mit Recht kann man ſagen, daß in jedem Falle nur deſto nothwendiger ſey, den Jüngling, wenn er fuͤr die Wiſſenſchaft gedeihen ſoll ll, eine Zeitlang im Allge meinen derſelben aufzuhalten, damit ſein allgemeiner Sinn nicht ganz unterdrückt werde von der vorherrſchenden Ge⸗ walt des beſonderen Talentes. Möchte man doch bald dahin

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üͤberhe Hülfs hiſtori dingun wiſſenſ und m ſetzend Inner wiſſen, zur G acaden