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Erwiederung auf die Bemerkungen des Herrn Geh.-Raths Dr. A. A. E. Schleiermacher über den Studienplan für die Großh.-Hessische Landesuniversität zu Gießen / von Dr. J.T.B.v. Linde, Großh. Hess. Geh. Staatsrath im Ministerium des Innern und der Justiz, Kanzler der Universität zu Gießen, und Director des Oberstudienraths.
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Cor⸗ organiſirt und ihnen die Aspiranten zum Staats⸗ und Be⸗ Kirchendienſte anvertraut, und ſo wie die oberſte

weiſe Behörde ſeither in ihrem Vertrauen und ihren Er geben wartungen von jenen Vereinen und Anſtalten nicht lt er getäuſcht worden iſt, ſo dürfte auch der Großherzogl. aats⸗ oberſten Behörde die Anerkennung gebühren, daß ſie iver⸗ bis in die neueſte Zeit, mit Einſchluß jener, in der was der Studienplan genehmigt wurde, den Forderungen ien; der Zeit gebührend entſprochen habe. Allgemeine igen Anerkennung zu erwerben, kann in ihrem Streben, ung aber gewiß nicht in ihren Erwartungen gelegen haben, fur und wir müßten uns entweder in dem täuſchen, was die im Großherzogthum in den letzten Jahren für die die wiſſenſchaftlichen Anſtalten geſchehen iſt, oder in den der Männern, welche wir als die Zierde jener Vereine aft⸗ ſeither zu verehren gewohnt waren, wenn ſie nicht er⸗ der Herausforderung zu einer öffentlichen gegenſeitigen in Erörterung über einen vorzugsweiſe wiſſenſchaftlichen bſt Gegenſtand, der allerdings dem Gebiete der literäri * ſchen Critik, und nicht bloß dem engern Kreiſe admi ten niſtrativer Geſetzgebung angehört, Folge leiſten. Es en hat meinem Gefühle widerſtrebt, daß gerade ich s⸗ in dieſer Angelegenheit für die Großherzogliche oberſte unn Behörde das Publikum weiter orientiren ſollte, als geſchehen iſt; und hierbei muß ich es noch der Be ten urtheilung der Leſer anheim ſtellen, ob ich jenen eſto Einzelnen, die in den Verdacht gerathen ſind, das no⸗ Vertrauen der höchſten Staatsbehörde getäuſcht zu 55 haben, einen größeren Dienſt erwieſen habe, oder 7. der angeblich getäuſchten höchſten Staatsbehörde. Daß öo ich perſönlich mich nicht habe täuſchen laſſen, dürfte nxr ich zureichend damit wahrſcheinlich machen können, leen daß ich in meiner ſchon im Jahre 1839 erſchienenen un Schrift über das Unterrichtsweſen, S. 304 f., wie fen⸗

bereits oben erwähnt, mich darüber legitimirt habe,