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gienheft verwandt wird. Iſt nun dieß zur Erreichung größerer Vollkommenheit ſogar durch Dictiren entſtanden, ſo iſt damit eine Maſſe von Zeit unnöthig vergeudet wor⸗ den. Hierfür wird freilich angeführt, die Studirenden ſeyen abgeneigt ſich Compendien zu kaufen; dieſer Abnei— gung läßt ſich aber ſchon durch die innere Haltung der Lehrbücher vorbeugen, und durch den Vortrag des Lehrers, der nicht alles aus ihnen mündlich wiederholt.
Wir vertheidigen eine gewiſſe Freiheit im Studiren, die nicht an zu ſtrenge Normen gebunden iſt. Der Stu— dienplan ſucht ſich zwar den Anſchein zu geben, daß er gleichfalls eine ſolche Freiheit begünſtige, nur Rath er— theilen wolle; aber er ſpricht ſich hiergegen in einzelnen Studienplanen wieder viel zu beſtimmt aus, und würde, hätte er es wirklich ſo mit der Studienfreiheit gemeint, wohl füglich das ganze Gebäude ſeiner vier Abtheilungen bei den einzelnen Planen haben entbehren können.
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