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Vorwort.
Da Bemerkungen, welche hier auf wenigen Bogen erſcheinen, waren für eine Zeitſchrift beſtimmt und ſind deßwegen ziemlich als Recenſion gehalten, was, hätten ſie urſprünglich beſonders gedruckt werden ſollen, nicht auf dieſe Art der Fall geweſen wäre. Da ſie aber eine blos inländiſche Angelegenheit be— treffen und demnach weniger für die Leſer einer weit verbreiteten Zeitſchrift gehören, ſo ſchien es mir zweck⸗ mäßiger, ſie, ſo wie es nun geſchieht, zu veröffent— lichen. Zu einer Umarbeitung um Ton und Haltung zu ändern, hatte ich, ich geſtehe es offen, wenig Luſt, da eine ſolche bei einem eben geſchriebenen Aufſatze etwas widerwärtig iſt, und die Form hierbei wohl als gleichgültig angeſehen werden kann. Allerdings hätte ich gewünſcht, daß die Veranlaſſung, dieſe Bemerkungen zu ſchreiben, nicht Statt gefunden hätte; nachdem aber durch den Druck und öffentlichen Ver⸗ kauf des Studienplans eine ſolche gegeben war, mithin als literäriſche Arbeit der individuellen Beurtheilung eines jeden hingegeben worden, habe ich keinen Anſtand genommen meine Anſicht darüber unumwunden aus⸗ zuſprechen. In der Ueberzeugung, daß der Studien⸗ plan in mehreren Beziehungen nachtheiligen Einfluß äußern würde, habe ich es für Pflicht gehalten, meine Meinung unverhohlen auszudrücken; es wird mir aber ſehr angenehm ſeyn, wenn ſich der Beweis führen läßt, daß ich dabei im Irrthum geweſen.


