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uͤbernehmen geneigt ſind, neben dem ubrigen philologi⸗ ſchen Curſus einen beſonderen machen, der in Hebräiſcher Grammatik im erſten Semeſter, in Exegeſe des Alten Teſtaments im zweiten, in Syriſcher und Arabiſcher Grammatik im vierten, in Exegeſe Syriſcher und Ara⸗ biſcher Schriftſteller im funften, und in Orientaliſcher Literaturgeſchichte im ſechsten Semeſter beſteht. Wir haben oben geſehen, daß die evangeliſchen Theologen keines Univerſitätsunterrichts in der Hebräiſchen Gram⸗ matik bedurfen, die katholiſchen Theologen dagegen einen einjährigen Curſus in derſelben erhalten; die Fachlehrer an Gymnaſien bekommen einen Vortrag in einem Se⸗ meſter, wonach alſo ein einjähriger und ein halbjähriger Vortrag über die Hebräiſche Grammatik Statt finden müſſen. Nach Verſchiedenheit der Confeſſion werden dann die künftigen Fachlehrer im zweiten Semeſter irgend ein exegetiſches Colleg bei einem der evangeliſch- oder ka⸗ tholiſch⸗theologiſchen Profeſſoren hören. An jedem Gym⸗ naſium im Großherzogthum iſt eine Stelle mit einem der Hebräiſchen Sprache kundigen Lehrer zu beſetzen; ſind dieſe wenigen Stellen zufällig alle mit jüngeren Lehrern beſetzt, ſo dauert es wahrſcheinlich eine ziemliche Zeit, ehe eine ſolche Stelle wieder eröffnet wird, und bis da⸗ hin möchte wohl das in einem einzigen Exegeticum mit dem vorausgegangenen Sprachunterricht Erlernte ſo ziem⸗ lich verflogen ſeyn. Dann entſteht die Frage, wie viel von den ohnehin überlaſteten Philologen ſich einem Stu⸗ dium, das ihnen keine Ausſicht auf beſonderen Vortheil gewährt, unterziehen werden. Zur Vervollſtändigung ihrer Kenntniſſe erhalten ſie einen Vortrag über Syri— ſche und Arabiſche Grammatik gerade in dem Semeſter, in welchem ſie mit anderen Disciplinen am meiſten in Anſpruch genommen werden. Allerdings kann man die Anfangsgrunde des Syriſchen und Arabiſchen in einem halben Jahre vortragen; der Zuhörer muß aber dann


