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Mitglieder und ſelbſt die erſten Stifter des„Bundes“, die ſeit ſo lange ſeine Kämpen in Deutſchland geweſen waren und darum ohne Zweifel ſein und ſeiner Rathgeber volles Vertrauen beſaßen. Auch war, was dieſe nach Rom berichtet oder was man in Rom als das eigentlich Entſcheidende angeſehen hatte, ohne Zweifel die volle Wahrheit, wenn geſagt war:„Etwas Kanoniſches ſtehe Schmid zwar nicht entgegen(Alles was in dieſer Beziehung von Par⸗ theiblättern und ſonſt hinterher vorgebracht iſt, ſind einfache Lügen, nur erfunden, um das päbſtliche Decret zu begründen, welches doch am Ende dieſer Begründung gar nicht bedurfte)— aber in Betreff der zwei Punkte freilich habe man von ihm nichts, als das Gegentheil alles deſſen, was man ſelbſt wolle, zu erwar⸗ ten!“ Wäre dies ausdrücklich erklärt worden, ſo hätte auch Schmid ſelbſt nichts ſeine Ehre Verletzendes in der Verwer⸗ fung finden können. Aber ſo viel Rückſichten glaubte man nicht nehmen zu müſſen. Auf alle Fälle mußte die Sache durchgeſetzt werden— und dies war klar: der Augenblick, den man dazu wählte, war der günſtigſte, der ſich denken ließ! Eben damals nämlich waren alle ſtaatlichen Verhältniſſe in dem Umkreis der Oberrheini⸗ ſchen Kirchenprovinz noch berührt und krankhaft ergriffen von den Nachwirkungen des ſo eben erſt niedergeworfenen badiſchen Aufſtan⸗ des(2. Mai bis 23. Juli 1849). Auch in Darmſtadt befürchtete man damals, nicht in ſich ſelbſt die hinreichende Macht gegen die Feinde der ſtaatlichen Ordnung zu haben; vielmehr hoffte man zur Zeit nur noch in der Union mit Preußen, ſowie ſpäter im Anſchluß an Oeſterreich, Hülfe und Rettung aus den Händen der Revolution zu finden. Daher beeilte man ſich, die fatale Mainzer Kirchenangelegenheit nur ſo ſchnell, wie es ſich machen ließ, zu Ende zu bringen und veranlaßte deßhalb das Domkapitel, drei neue Can⸗ didaten zu wählen, damit der Pabſt Einen aus dieſen nehmen könne. Schmid trat am 16. Februar 1850 aus der katholiſch⸗ theologiſchen Facultät aus, und der vom Pabſt ernannte Biſchof, Wilhelm Emmanuel von Ketteler, wurde am 25. Juni 1850 zu Mainz in ſeine neue Würde eingeführt. Auch die Fa⸗ cultät war bei der Feierlichkeit zugegen, um das Vorgefühl ihres
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