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Geschichte der katholisch-theologischen Facultät zu Gießen : eine allen Theologen Deutschlands gewidmete Denkschrift / von Anton Lutterbeck, Doctor der Philosophie und der kath. Theologie, öffentl. ord. Professor der class. Philologie an der Universität zu Gießen
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ſung einzukommen, die ihm auch am 21. März 1837 ertheilt wurde. Er folgte einem Rufe nach Tübingen, hat ſich aber ſpäter nicht immer freundſchaftlich gegen die Gießener Facultät benommen. 6. Caspar Riffel aus Büdesheim, früher eine Zeit⸗ lang Repetent am Seminar zu Mainz und damals ſchon zu⸗ gleich mit dem Präceptor Adam Braun zu Neckarsulm, von der Gießener Facultät durch ihren Antrag vom 28. Juni 1831 zum Nachfolger Müllers empfohlen, dann Caplan in Bingen und hierauf, nach dem Abgange Lüft's, Pfarrverweſer in Gießen, erhielt am 5. Juni 1835 die Erlaubniß, die von Lüft angekündigten, wegen ſeiner Ueberſiedelung nach Darmſtadt aber ausfallenden Vorleſungen zu halten. Der Biſchof Kaiſer beauftragte ihn im Einvernehmen mit der Facultät am 15. Januar 1836 mit der beſondern Ueberwachung des ſittlichen und kirchlich⸗religiöſen Lebens der Theologieſtudierenden und machte ihn bald darauf zum Pfarrer der katholiſchen Gemeinde zu Gießen. Am 6. Mai 1836 wurde er mit einem Gehalt von 400 Gulden zum außerordentlichen, und dann, unmittelbar nach dem Abgange Kuhns, am 22. März 1837 mit einem Gehalt von 800 Gulden zum ordentlichen Pro⸗ feſſor der Theologie ernannt, woneben er das Pfarramt zugleich fortbehielt und auch von der Facultät zum Dr. theol. erhoben d ward. Er las anfangs über chriſtliche Sittenlehre nach Hir⸗ ſcher nebſt Geſchichte und Literatur derſelben, Paſtoraltheologie im engern Sinn, Homiletik und Katechetik nebſt einem Examina⸗ torium darüber und Leitung ſchriftlicher wie auch mündlicher d Uebungen dann, ſeit dem Winter 183738, an Locherers u Stelle, über Kirchengeſchichte des erſten Zeitraums in Verbindung mit Archäologie nnd Patrologie oder chriſtlicher Literärgeſchichte, über Kirchengeſchichte des zweiten Zeitraums oder im Mittel⸗ alter, und über Kirchengeſchichte des dritten Zeitraums oder von der Reformation an bis auf die neueſte Zeit. Mit dieſer zu⸗ letzt genannten Borleſung verband er ſeit dem Winter 1838 39 zugleich die Symbolik und daneben las er(an Staudenmaiers Stelle) Dogmatik endlich, ſeit dem Sommer 1839, las er abermals über Paſtoral im engern Sinne, mit Rückſicht auf die

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