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In englischer Kriegsgefangenschaft 1916/17 : Aufzeichnungen und Erinnerungen des Sanitätssoldaten Karl Brasch, Gießen während seiner 19monatlichen Gefangenschaft
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ſtanden. Leider fehlten die Schlitten; doch dem war ſchnell abgeholfen. Bänke und Tiſche wurden aus den Lagern herbeigeſchafft und als Schlitten verwandt. 34 Mann

ſetzten ſich auf den umgekehrten ii und ſauſten den ſteilen

Abhang hinunter, um unten unter dem aruͤßten Hallo der Zuſchauer in dem Graben zu nden Daß mancher Tiſch zerbrochen in die Baracke geſchleppt werden mußte, läßt ſich leicht denken. Andere wiederum bildeten Ketten von 10 15 Mann, um ſo, in die Knie gebeugt, die glatte Bahn herunter zu gleiten. Daß auch das Schuh⸗ werk ſehr darunter zu leiden hatte, war ſehr erklärlich. Aber was fragten wir danach, handelte es ſich doch für uns um eine Beluſtigung, die uns nicht alle Tage geboten wurde. Auch dieſe Freude wurde uns bald von dem Eng⸗ länder verdorben und man mußte ſich andere Beluſtigungen ſuchen. Einige von uns hatten beſonderes Geſchick, aus dem Schnee Figuren herzuſtellen. So entſtanden bald zum größten Arger der Engländer die ſchönſten Kunſtwerke, wie die Kaiſerliche Famiſie, Hindenburg, Mackenſen und ſonſtige große Männer Deutſchlands. Der Winter ſchwand langſam dahin.

Bis dahin hatten wir immer noch keinen großen Mangel an Nahrungsmitteln gehabt und kamen mit un⸗ ſeren täglichen Rationen ganz gut aus. Als aber die U⸗

Bootsblokade einſetzte, ließen die Engländer an den Ge⸗ fangenen Vergeltungsmaßregeln treffen. Die Brotrationen fielen von 750 gr auf etwa 200 gr, andere Lebensmittel wurden teils ſehr unregelmäßig geliefert, teils bekamen wir ſie überhaupt nicht mehr. Kartoffel ſahen wir vom 1. März bis Anfangs November gar keine mehr. Tagsüber be⸗ kamen wir als einmaliges Eſſen dünne Reisſuppe. Dazu

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