bis
der zurg Be⸗
darauf Frantfurter Straße hinab, die früher
en „und deren Fortsetzung nach Norden der
Fremdenführer durch Gießen.
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in deren westlichem Flügel einst Justus von Liebig sein weltberühmtes La⸗ boratorium eingerichtet hatte. Gleich wenden wir uns links, die
Namen Seltersberg führte,
und Seltersweg, die Hauptverkehrsader zlich der Stadt, bildet. Die beiden Namen jatte erinnern noch an jenen oben erwähnten aber ausgegangenen Ort Selters(Saltrissa). ihre n dem Eingange der Innenstadt, wo dem die Anlagen die Straßen kreuzen, stehen ein⸗ zwei ehemalige Torhäuschen, 1810 den erbaut. Jedes der früheren 4 Tore weist solche Häuschen auf, die jetzt den ßen Mannigfachsten Zwecken dienen. Das viel östliche am Seltersweg enthält die Räume iert. der öffentlichen Lese- und Bücher— ako⸗ ha Ule, die täglich von 10 Uhr morgens der bis 10 Uhr abends für jedermann zu ihr⸗ unentgeltlichem Besuche geöffnet ist ßen(siehe unter„Vereine“ S. 13*). Der des Seltersweg führt uns vorbei an dem gen vorbildlich eingerichteten Volksbad ge⸗(Schwimm⸗, Zellen- u. s. w. Bäder; nach. S. 44·) mitten in die Stadt über tadt den Kreuzplatz zur Mäusburg. Hier an⸗ treffen wir die Grenze der ältesten irde Stadtanlage und gelangen wenige itur Schritte weiter zum Marktplatz, Hher⸗ der durch sein altertümliches Ansehen angenehm berührt. An ihm finden wir — das kürzlich wiederhergestellte, in seinen llen ältesten Teilen vielleicht aus dem Anfang
bereins,
e zes, Hallstatt⸗, La Tene⸗) ö omischen Zeit und durch eine schöne
des 16. Jahrhunderts stammende Rat—
haus, das die typische Form hessischer
Rathäuser mit der unteren großen Halle aufweist. Heute beherbergt es das Museum des Oberhessischen Geschichts— das sich durch reichhaltige Sammlungen aus prähistorischer(Bron⸗ und der
Münzsammlung auszeichnet. Die sehr
ehenswerte Sammlung aus Mittelalter
und Neuzeit entstammt überwiegend der
rovinz Oberhessen. Geöffnet ist das
und Universitäts-⸗Augen⸗-Klinik,—Museum frei an Sonntagen von 11—1
Uhr, sonst gegen 50 Pfg. Eintrittsgeld.
An der Breitseite des Marktes erhebt sich ein stattlicher Holzbau aus dem Anfang des 17. Jahr⸗
hunderts, die ehemalige Hirschapo— theke. Hier wurde am 1. März 1610 der als Geschichtslehrer, Philosoph und Theolog berühmte Johann Balth. Schupp geboren, der am 25. Oktober 1648 zu Münster die Friedenspredigt hielt. Vor diesen Häusern strebt das neue Krieger denkmal, von dem Darmstädter Bildhauer Habich 1900 entworfen und ausgeführt, empor. Vom Marktplatz gelangen wir unmittelbar zum Kirchenplatz mit der neuerdings umgebauten Stadtkirche. Diese wurde an Stelle der alten 1520 ge⸗ weihten Pankratius-Kirche errichtet und 1821 vollendet. Sie gilt als Typus des damaligen Kirchenbaustiles. Der von ihr getrennt stehende Turm gehörte noch zur alten Kirche; laut einer In⸗ schrift ist er 1484 begonnen worden. Hinter der Kirche stehen mehrere alte Holzbauten, von denen das Leib'sche Haus das interessanteste ist. Hier be— fanden sich Wohnhäuser der ehemaligen Burgmannen an der Umfassungsmauer des ältesten Stadtteils. Name(5am Burggraben“) und Reste der alten Mauer weisen noch auf diese Verhältnisse hin. Auch die der Kirche gegenüberliegende „Engelapotheke“ ist ein altes Burg⸗ mannenhaus. Jenseits des Kirchenplatzes am„Einhorn“ dem ältesten Gasthof Gießens vorbei führt uns der Weg über den Lindenplatz, auf dem ehemals die Gerichtslinde stand, an den Markt⸗ lauben entlang nach dem„Brand“. Der Name ist die letzte Erinnerung an eine riesige Feuersbrunst, die auf Pfingsten 1560 durch Blitzschlag ent— standen, 168 Häuser vernichtete. Gleich an der Ecke finden wir ein neues statt⸗ liches Gebäude, das„Turmhaus am Brand“, dessen untere Räume die Feuerlöschgerätschaften bergen, während


