Jahrgang 
1900
Seite
29
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Tarif für die Dienst- u. Lohnmänner.

Oeffentlicher Zettelanschlag.

von 50 pro Stunde, also 13 pro ½ Stunde für einen halben Tag Arbeit à 5

Stunden 2e 14. für jede weitere ½ Stunde über

5 Stunden. 15. für einen ganzen Tag von Morgens

7bis Abends 7 Uhr zu 10 Stunden

Arbeitszeit gerechnet 380 16. über 10 Stunden für jede weitere

25

D. Fuhren mit Handwagen oder Karren etc. für eine solche mit über 25100 Kilo 50 Für Fuhren nach den sub 4 2 be nannten Häusern ist der Tarifsatz A 2 platzgreifend.

E. Für einzelne bestimmte Ar⸗ beiten.

18. für den Transport eines Flügels oder ähnlichen Instruments. Diese Vergütung wird im Ganzen ohne Rücksicht auf die Anzahl der zum Transport verwendeten Dienst männer geleistet.

19. für Umzüge und Möbeltransporte:

bis zu ½ Tag Stun⸗ den. pro Mann

17.

1 40

4 über ½ Tag bis ½ Tag== 5 Stunden über ½ Tag bis ¼½ Tag= Stunden. pro Mann über Tag bis 1 Tag== 10 Stunden. pro Mann (incl. Transport von Flügeln und ähnlichen Instrumenten mit Geräth⸗ schaften und Transportmitteln), 20. für das Fahren von Wäsche auf die Bleiche: für einen Waschkorb voll für den zweiten.20 für den dritten und jeden wei teren Korh voll 10 21. für Einschöpfen von Kohlen in den Keller pro 100 Kilo. 4 22. für Tragen von Kohlen in den Keller pro 100 Killos...

F. Für Rückausträge.

23. In allen Fällen die Hälfte der obigen Sätze, jedoch mindestens. 10

3 30 4 2⁰

40

10

Tarifüberschreitungen Seitens der Diensts

und Lohnmänner werden in Gemäßheit des §148 pos. 8 der Deutschen Gewerbeordnung mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. und im Falle des Unvermögens mit Haft bis zu 4 Wochen bestraft.

Oeffentlicher Zettelanschlag.

§ 1. Bekanntmachungen, gewerbliche An⸗ zeigen, öffentliche Ankündigungen, insbesondere von Belustigungen, Versammlungen und Auf führungen, soweit dieselben nicht den öffent⸗ lichen Verkehrsinteressen dienen, dürfen innerhalb der Stadt Gießen und deren Gemarkung,‚ vorbehältlich der Ausnahmebestimmungen in § 2 und§ 3, nur an den von der Stadt Gießen errichteten Anschlagssäulen und ange⸗ brachten Tafeln angeschlagen werden und zwar nur durch die Seitens Großherzoglicher Bürger meisterei Gießen dazu berechtigten Personen. Diese bedürfen hierzu der Erlaubniß Groß⸗ herzoglichen Polizeiamts Gießen und haben einen auf Namen lautenden, von Großherzog⸗ lichem Polizeiamt Gießen auszustellenden Legitimationsschein bei sich zu führen. Im Uebrigen ist die Anbringung der im§ 1 erwähnten Bekanntmachung ꝛc. nur mit Zustimmung des Eigenthümers des betr. Gebäudes ꝛc. und unter der Voraussetzung

zulässig, daß die Plakate auf einer, von Groß⸗ herzoglichem Polizeiamt Gießen hierzu für

geeignet erklärten Anschlagstafel befestigt werden. § 3. Die Bestimmungen der§§ 1 und 2

beziehen sich nicht auf Bekanntmachungen, welche von Grundstücks-Eigenthümern oder Miethern ausschließlich in ihrem Privatinteresse an ihren eigenen Grundstücken, Häusern oder Miethsräumen ausgehängt oder angeschlagen werden.

§ 4. Zuwiderhandlungen gegen obige Be⸗ stimmungen sowie absichtliche Beschädigung, Beschmutzung und widerrechtliche Benutzung der Anschlagstafeln und Säulen, Abreißen von Anschlägen von denselben, werden unbe⸗ schadet höherer allgemeiner Strafbestimmungen mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mk. bestraft.

Die von der Stadt Gießen errichteten An⸗ schlagssäulen und angebrachten Tafeln sind der Firma v. Münchow'sche Hof- und Uni⸗

pro Mann 2 40