Jahrgang 
1855
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der Gymnaſiaſten an den Rechner eines hieſigen Comite's zu Gunſten der Waſſerbeſchädigten in Schleſien Herrn Canzleirath Otto 12 Thlr. 20 Sgr. 9 Pf., am 21. März d. J. an den Herrn Bürgermeiſter Waldſchmidt zu Gunſten derer im Reg⸗Bezirk Düſſeldorf 9 Thlr. 25 Sgr. 2 Pf., und am 14. Mai d. J. an denſelben zu Gunſten derer an der Weichſel 6 Thlr. 8 Sgr. 8 Pf., mithin zuſammen zu dieſen Zwecken 28 Thlr. 24 Sgr. 7 Pf. einſenden. Dank dafür hier den jungen Gebern, die von ihren meiſt ziemlich beſchränkten Mitteln ſo reichlich ſpendeten.

Am 16. October Vormittags wurde die Nachfeier des Geburtsfeſtes Sr. Majeſtät unſers aller gnädigſten Königs durch das Gymnaſium, das zu derſelben durch ein beſonderes Programm eingeladen hatte, in der feſtlich geſchmückten Aula alſo begangen.

1. Gebet, geſprochen von Prof. Dr. Schirlitz. Vorher V. 1 4, nachher V. 5 des Chorals: In deiner Stärke freue ſich ꝛc.

2. Schüler⸗Vorträge.

Auguſt Peltzer, Sextaner: Die Windmühle bei Potsdam. I. Friedrich der Große. Von Hornburg.

Franz von Weiſe, Ouintaner: Die Windmühle bei Potsdam. II. Friedrich Wilhelm III. Von demſelben.

Heinrich Ziſſeler, Quartaner: Graf Hoyer von Mansfeld. Von Körner.

Albert Vorwerk, Tertianer: Scene aus der Schlacht bei Lützen. Von v. Schenkendorf.

Emil Groos, Hugo und Heinrich Schonebohm, Carl Schwenk, Secundaner: Konradin. Ein Frag⸗ ment. Von Uhland.

Jacob Reiff, Primaner: Ueber Leben und Wirken König Friedrich Wilhelm III. Eigene Arbeit.

Hermann Elſermann, Secundaner: Braunſchweigs Tod. Von Heilmann.

Carl Fritſch, Tertianer: Pipin der Kurze. Von Streckfuß.

Hermann Engiſch, Quartaner: Die Schlacht bei Bautzen. Von Richter..

Ottmar Sulzer, Quintaner: Der biedere Schmidt von Solingen, Peter Hahn. Von Simrock.

Friedrich Paris, Sextaner: Der Trompeter an der Katzbach. Von Moſen. 1

3. Feſtrede: Ueber die Pietät. Von Prof. Dr. Kleine. Vorher vierſtimmiger Chorgeſang: Dem König ſei mein erſtes Lied ꝛc. Nachher vierſtimmiger Schlußgeſang: Heil unſerm König ꝛc.

Vom 18. December bis zum 3. Februar wurde vom Referenten, unter theilweiſer Betheiligung der jedes⸗ mal unterrichtsfreien übrigen Lehrer, die vorſchriftsmäßige Claſſenprüfung gehalten, die ſich über die ſprachlichen und wiſſenſchaftlichen Lehrfächer(mit Ausnahme des Religionsunterrichts) erſtreckte, in Prima und Secunda in je 10, in Tertia und Quarta in je 9, in Quinta und Serta in je 7 Lectionen, verbunden mit der ebenfalls vorgeſchriebenen Reviſion der ſämmtlichen ſchriftlichen Arbeiten der Schüler. Zugleich vereinigte ſich, auch um dem vielfach verlautbarten Wunſche der Eltern, namentlich von Schülern der unteren Claſſen zu begegnen, häu⸗ figer als nur am Halbjahrsſchluſſe etwas Sicheres über das Betragen, den Fleiß und die Fortſchritte ihrer Kinder zu erfahren, das Lehrer⸗Collegium dahin, am Schluſſe der Prüfung einer jeden Claſſe in einer beſon⸗ deren Conferenz die Prädicate der einzelnen Schüler in obigen Beziehungen feſtzuſtellen, die ihnen dann durch Referenten im Beiſein der übrigen Lehrer der Claſſe dictirt wurden. Die Ordinarien trugen dieſe mündliche Cen⸗ ſur in die Claſſenbücher ein, zugleich behufs einer Reviſion der einzelnen Dictate nach der, durch Namensunter⸗ ſchrift der Eltern beſcheinigten, Vorzeigung an dieſelbe.

Vom 11. bis 13. December und vom 5. Februar bis Oſtern(zuſammen 52 Tage) wurde der Ober⸗ lehrer Graff, vom 29. bis 31. Januar und vom 16. Mai bis zum 11. Juni(zuſammen 18 Tage) der Oberlehrer Dr. Fritſch, beide durch Krankheit, dann den 23. und 24. October und vom 31. Mai bis