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Kandidat Oftto Borries und der Drobekandidat Dr. Naber zugeteilt. Als dann kurz vor Jahresschluß auch Kandidat Gritzmann zum Eintrift ins Heer befohlen wurde, kehrte glück- licherweise Kandidat Wetzlar als vorlâufig dienstenflassen wieder zurück, und konnfe im wesentlichen Gritmanns Unterricht übernehmen. Da nun aber der Amtfsgenosse Rupp mit Beginn des jahres 1915 in seine frühere Stelle nach Antwerpen zurückkehrfe, und das Kgl. Prov.-Schulkolleg. außer Sfande war, uns einen Ersatz für ihn zu senden, mußten hier am Ortfe geeignete Helfer gesucht und zugleich die Zahl der Unterrichtsstunden etwas vermindert wer- den. Herr Pfarrer Lic. Heep übernahm 5 Unterrichtsstunden, und der Lehrer am Lvyzeum Herr Rinn zunãchst 6, später wenigstens 4 Stunden. Doch damit war ein bleibender Zu- stand noch nicht geschaffen. Am 15. Januar erging Aufforderung zum Eintriftt in den Heeres- dienst, für den sie sich zur Verfügung gestellt haften, auch noch an den Direktor Dr. Heep (Oberl. d. L. a. D.), Ssowie an Drof. Dr. Gloel(I. d. I. a. D.). Sie im Unterrichte zu verfreten wurden uns die Kandidaten Hermann Haferkamp und Franz Würtz gesandt; aber als dann am 531. Januar auch der Verfrefer der neueren Sprachen, Dr. Loh, eingezogen wurde, und wir um einen Ersatzmann baten, erklärte sich die vorgeseßte Behörde dazu nicht mehr in der Lage und beauffragte die Schulleitung, ihr Vorschläge zur Abhülfe zu machen. Es gelang nun, Herrn Buchdruckereibesißer Dr. Karl Waldschmidt hier zur Ubernahme von 7 engli- schen Unterrichtsstunden zu bestimmen, und für 11 Stunden Französisch ließ sich cand. phil. August Schoenwerk gewinnen. Schon hofften wir, nunmehr vor weitferer Sforung bis zu Ende des Schuljahrs wenigstens sicher zu sein, als am 15. Februar Dr. Krieger am Typhus erkrankte, und wir darum auch für ihn um einen Verfreter nachsuchen mußten. Glücklicherweise konnte uns ein solcher in Person des wiss. Hifslehrers Bruno Signowsky aus Malmedv überwiesen werden. Und schießlich erfolgte am Morgen des 25. Februar, mitten im Unterrichte, die telegraphische Einberufung des Kandidaten Haferkamp; für ihn trat am 1. März der wiss. Hilfslehrer Dr. Alexander Broecker aus Côln als Vertfreter ein. Solange die Schule bestehft, dürften wohl noch niemals innerhalb eines Schuljahrs so viele Lehrer wie in dem jetzt abgelaufenen an ihr fätig gewesen sein.— Und von den genannten sind zwei auch schon als Opfer des Krieges gefallen. Am 17. Sept. fiel als Offiierstellver- treter und Kompagnieführer der wiss. Hilfslehrer Friedrich Krüger, nachdem er für 1. Okt. zum Oberlehrer an einer höh. Schule in Düsseldorf gewählt worden war. Und am Morgen des 12. Febr. wurde der junge Amfsgenosse Paul jansen von demselben Geschid ereilt. jenem widmete Direktor Dr. Heep am Morgen des 12. Okt. einen ergreifenden Nachruf. Denn in ihm war ein besonders begabter junger Lehrer von frefflichem Können und ernstem Streben dahingegangen. Das Leben schien ihm ein schönes und an Erfolgen reiches wer- den zu sollen. Goft hatffe es anders beschlossen. Und Kandidat Jansen, der einzige Sohn Seiner verwitweten Mutfter, mußte sie auch verlassen, gerade nachdem er mit seiner Ausbil- dung zum Abschluß gekommen war. So küurz die Zeitf seines hiesigen Wirkens, so sehr hatten alle, die mit ihm in Berührung gekommen, den Eindruck von seiner Tüchtigkeif und seinem ernsten Wollen, von Anspruchslosigkeit und ehrlicher Aufrichtigkeit gewonnen. Diese Gedanken sprach der Unterzeichnete am 25. Febr. im Anschluß an die Morgenandacht aus, in der er den Schülern die Kunde von seinem Tode mitteilte. Und nun steht der Schule auch noch der Abschied eines anderen langjährigen Mitarbeiters bevor. Drofessor


