Jahrgang 
1901
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Untertertia.

1. Religionslehre: a) Evang.: 2 St. Vgl. OllIl.

b) Kathol.: 2 St.(UII VI vereinigt). Von der christlichen Tugend und Vollkommenheit, von der Gnade und den Sakramenten im Anschlusse an den Katechismus der Diözese Trier. Biblische Geschichten: Wiederholungen aus dem Alten Testamente; ans dem Neuen vom zweiten

bis dritten Osterfeste und Wiederholungen.

2. Deutsch: 2 St. Zusammenfassender Überblick über die wichtigsten der deutschen Sprache eigentümlichen grammatischen Gesetze. Häusliche Aufsätze alle 4 Wochen. Behandlung prosaischer und poetischer Lesestücke(nordische, germanische Sagen, allgemein Geschichtliches, Kulturgeschichtliches, Geographisches, Naturgeschichtliches, Episches, insbesondere Balladen). Be- lehrungen über die poetischen Formen, soweit zur Erläuterung des Gelesenen erforderlich. Aus- wendiglernen und Vortragen von Gedichten. Lesebuch von Hopf und Paulsiek.

Ausserdem für die vom Unterricht im Griechischen Befreiten: 1 St. Siehe O III.

3. Latein: 7 St. Lektüre 4 St. Caesar, Bell. Gall. I, 129; II; III, IV mit Auswahl. Übungen im Konstruieren, unvorbereiteten UÜbersetzen und Rückübersetzen. Gelegentlich wurden stilistische Eigenheiten, wichtigere Phrasen und synonymische Unterscheidungen gelernt. Grammatik, 3 St. Wiederholung der Kasuslehre. Hauptregeln der Tempus- und Moduslehre nach Ostermann-Müller. Mündliche Ubersetzungen aus dem Ubungsbuch von Ostermann-Müller. Alle 8 Tage eine Ubersetzung ins Lateinische als Klassenarbeit oder als häusliche Arbeit. Alle sechs Wochen statt der erwähnten Klassenarbeit eine schriftliche Ubersetzung ins Deutsche.

4. Griechisch: 6 St. Die regelmässige Formenlehre des attischen Dialekts bis zum verbum liquidum einschliesslich, nach der Grammatik von Gerth. Das Nötige aus der Laut- und Accentlehre in Verbindung mit der Flexionslehre. Auswendiglernen von Wörtern, soweit sie für das Lesen nötig sind. Im Anschlusse an das Gelesene einzelne syntaktische Regeln. Mündliche und schriftliche Übersetzungen ins Griechische: alle 14 Tage abwechselnd eine Haus und eine Klassenarbeit. Lektüre nach dem Lese- und Übungsbuch von Kohl.

5. Französisch: 3 St. Das verbundene und unverbundene persönliche Fürwort, Konjunktiv der Hilfszeitwörter, sowie der ersten Konjugation, die hauptsächlichsten Konjunktiv- Konjunktionen, die sog. zweite und dritte regelmässige Konjugation und orthographische Besonder- hneiten der ersten Konjugation; sodann die übrigen Pronomina und endlich die notwendigsten unregel- mässigen Zeitwörter. Regelmässige Sprech-, Schreib- und Leseübungen, sowie Vokabellernen im Anschluss an Plötz, Elementarbuch, Ausgabe B. Lektion 28 63. Alle drei Wochen eine sehriftliche Arbeit, abwechselnd zu Haus und in der Klasse. Jedes Tertial ein deutsche Ausarbeitung über Gelesenes.

6. Englisch(für die vom Unterricht im Griechischen Befreiten): 4 St. Erwerbung einer richtigen Aussprache durch praktische UÜbungen, Leseübungen, erste Versuche im Sprechen. Aneignen eines beschränkten Wortschatzes. Regelmässige und unregelmässige Formenlehre. Berück- sichtigung der Syntax insoweit, als sie zur Erklärung der Formen, sowie zum Verständnis der