Jahrgang 
1901
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10 Grammatik von Müller. Mündliche Übersetzungen aus dem Übungsbuch von Ostermann-Müller. Alle 8 Tage eine schriftliche Übersetzung aus dem Deutschen im Anschluss an Gelesenes, abwechselnd als Klassen- und Hausarbeit. Alle 6 Wochen statt der erwähnten Klassenarbeit eine schriftliche Übersetzung ins Deutsche, bezw. in jedem Tertial eine Ausarbeitung.

4. Griechisch: 6 St. Die Verba auf und die wichtigsten unregelmässigen Verba des attischen Dialektes nach der Grammatik von Gerth. Einprägung der Präpositionen. Wieder- holung und Ergänzung der regelmässigen Formenlehre. Ausgewählte Hauptregeln der Syntax im Anschluss an das Gelesene. Mündliche und schriftliche Übersetzungen aus dem Deutschen behufs Einübung der Formen. Alle 14 Tage eine Haus- oder Klassenarbeit im Anschluss an den Lese- stoff. Auswendiglernen von Wörtern, soweit sie für das Lesen nötig sind. Im ersten Halbjahr 3, im zweiten 2 St. Lektüre, anfangs aus dem Lese- und Ubungsbuch von Kohl, bald(von Pfingsten ab) Xenophon Anabasis I, II mit Auswahl. Im ersten Halbjahr 3, im zweiten 4 St.

5. Französisch: 3. St. Die unregelmässigen Verba nach einem feststehenden Ableitungsschema. Systematische Formenlehre der übrigen Wortarten mit Berücksichtigung der hauptsächlichsten Unregelmässigkeiten. Sprechübungen in jeder Stunde, regelmässige Schreib- und Leseübungen. Plötz, UÜbungsbuch, Ausgabe B, Lektion 1 31. Die Hauptgesetze der Syntax im Anschluss an Mustersätze, dazu UÜbungsbuch L. 32- 55. Das Grammatische im Anschluss an Plötz, Sprachlehre. Nach Massgabe der zu Gebote stehenden Zeit einiges Poetische aus dem Übungsbuch, sowie Sprechübungen nach Hölzel's Bildertafeln. Schriftliche Arbeiten alle drei Wochen, abwechselnd zu Haus und in der Klasse, freie Ubungen und Hinübersetzungen. Alle Tertiale eine deutsche Ausarbeitung.

6. Englisch(für die vom Griechischen Befreiten): 4 St. Siehe UIl.

7. Geschichte: 2 St. Deutsche Geschichte vom Ausgang des Mittelalters bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Grossen, insbesondere brandenburgisch-preussische Geschichte. Die ausserdeutsche Geschichte wurde soweit herangezogen, als sie für die deutsche Geschichte zum Verständnis notwendig ist. Eckertz, Hilfsbuch.

8. Erdkunde: 1 St. Wiederholung der physischen Erdkunde Deutschlands. Erdkunde der deutschen Kolonien. Kartenentwürfe wie in IV.

9. Mathematik: 3 St. Arithmetik. Gleichungen ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten(dabei Übungen in der Bruchrechnung). Potenzen mit positiven ganzzahligen Exponenten. Das Notwendigste über Wurzelgrössen. Planimetrie. Kreislehre, II. Teil. Sätze über Flächengleichheit von Figuren. Berechnung der Flächen von gradlinigen Figuren. Anſangs- gründe der Ahnlichkeitslehre. Alle 4 Wochen eine planimetrische Aufgabe als Hausarbeit. In jedem Tertial eine Klassenarbeit. Ausserdem für die vom Unterricht im Griechischen Befreiten 1 Stunde mit Ulll gemeinschaftlich: Berechnung von Flächen und Körpern, kaufmännisches Rechnen; geometrische Ubungsaufgaben.

10. Naturlehre: 2 St. Der Mensch und dessen Organe nebst Unterweisung in der Gesundheitslehre. Vorbereitender physikalischer Lehrgang I. Teil(Mechanische Erscheinungen, das Wichtigste aus der Wärmelehre).