Jahrgang 
1929
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Den Unterricht leitete der ſtädt. Sportlehrer Paulus. Das Ausbildungsziel war gute körperliche Verfaſſung mit Vielſeitigkeit auf allen Gebieten des Turnens und Sports, mit beſonderer Betonung der Leichtathletik im Sommer, des Raſenſpieles im Herbſt und des Geräteturnens im Winter. Eine Anzahl von Erfolgen gegen andere Anſtalten im Spiel und im athletiſchen Wettkampf, ebenſo die Ergebniſſe der Reichsjugendwettkämpfe geben Zeugnis von dem Erreichten.

Am 27. September 1928 fanden die Reichsjugendwettkämpfe auf dem Stadion der Spilburg ſtatt. Es beteiligten ſich 77 Schüler am Wettkampf; davon gingen 23 als Sieger hervor; für 3 Schüler wurde die Ehrenurkunde des Herrn Reichs⸗ präſidenten beantragt. Am 19. September 1928 fanden Wettkämpfe und Vor⸗ führungen ſämtlicher hieſiger höheren Schulen ſtatt.

Der Schwimmunterricht(wahlfrei) wurde in der ſtädtiſchen Badean⸗ ſtalt abgehalten.

Am 22. 9. 1928 machte die Ol eine 3tägige Studienfahrt nach Nürn⸗ berg, Rothenburg, Würzburg.

g) Arbeitsgemeinſchaften.

Geſchichte: Es nahmen teil im Sommer 2 Schüler der Ul, im Winter 4 Schüler der Oll. Anhand leider beſchränkten Quellenmaterials wurden Unter⸗ ſuchungen über die Staatsanſchauungen vom Altertum bis zum 16. Jahrhundert und von da bis zum Anfang des neunzehnten angeſtellt.

Erdkunde: Es nahmen teil 5 Schüler der UI. Der Sommer brachte: Einführung in die amtliche Karte des Deutſchen Reiches(1:100 000), ihre Be⸗ ſchreibung und Erklärung unter Zugrundelegung des Heimatblattes; Exkurſionen in die nähere Umgebung zum Zwecke der Erklärung der Landſchaftsformen(zur Höhe 283; zum Bismarckturm; zum Gleiberg; Beſichtigung der Roteiſenſtein⸗ grube bei Königsberg); Routenaufnahmen im Straßendreieck WetzlarGießen Butzbach bis zu der Höhe 287 und dem Forſthaus Finſterloh. Im Herbſt wur den die Exkurſionen fortgeſetzt und bei der Erklärung der Landſchaft beſonders die geologiſche Karte Blatt Braunfels vorteilhaft benutzt. Die ſo aus der An ſchauung gewonnenen Erkenntniſſe wurden in Arbeitsſtunden(bei ſchlechtem Wet⸗ ter in der Klaſſe) erweitert und vertieft.

Die philoſophiſche Arbeitsgemeinſchaft abſolvierte im Sommerſemeſter einen Einführungskurſus, in dem eine Grundlage für wiſſenſchaftliche Arbeit gewonnen werden ſollte. An der Hand der wichtigſten logiſchen und philoſophiſchen Prob⸗ leme erarbeiteten ſich die Schüler den Vorſtellungskomplex und die Termini für die Geſtaltung ſelbſtändiger Arbeiten. Wegen der bevorſtehenden Reifeprüfung ſchieden mit Beginn des Winterhalbjahres die Oberprimaner aus der A. G. aus,

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