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wenn es die ldee(etwas Abgesondertes) sein soll, seinen Inhalt und seine Bedeutung verliert, die es ja nur im Zusammenhang mit den Gegenständen hat, für welche es gilt. Trennt man es von diesen und giebt ihm ein selbständiges Dasein, so hat man nichts, was ihm einen Inhalt geben könnte, denn aller Inhalt ist ja schon an die Dinge vergeben, die durch den Begriff zusammengefasst werden. Man versuche es mit folgender Fassung: Ert si Geννμμαᷣνεw τ 2ν⁶ν siνα Ʒτmeνꝙ i6εαν ονε Lνσ⁴στmν ri σπικι ετιι τ τσ²⁶ν—/„Wenn das Allgemeine die ldee sein soll. als wäre es gesondert(abgelöst von den Dingen), was soll man sich(wirst du dir) dann unter dem zι noch denken können?“ m. a. W. was bleibt dann dafür noch für ein Inhalt übrig? Dieser ist ja schon an die dacꝛ⁸duui, dνοα u. s. w. vergeben. Paläâographisch käme dabei nur die sehr gewöhnliche Verwechselung von r und z in Betracht. Was aber den Gebrauch der 2. Person anlangt für sonst übliches zνα( man) mit der 3. Person, so ist dieser sehr häufig in der Kategorienschrift, weit seltener in den unbezwei- felten Schriften des Aristoteles. Doch findet er sich auch da. Zu den bei Bonitz im Index ange- merkten Stellen füge ich noch hinzu Phys. 190 ⁰ 22 Jιαα‿2σsιςα ⁴αο oος 1öyοu eig ονς 2νσνοονοι τοιν εαeνον. Es liegt kein Grund vor, diesen Gebrauch nicht auch dem Eudemos zuzutrauen. Zu zi oiꝝ⁷ασςινε εμτιτ εοννν vgl. z. B. Dem. Mid. 571, 1 ι νεςσε ταm⁴α, cf. Weber, Dem. Arist. p. 151. Für die Form oiycs⸗ aber vgl. Plat. Legg. 891 D.
Noch im Bereiche der Polemik gegen das Platonische αναν liegt auch die folgende Stelle:
1218 38 ½lʒXv d*ν ον⁶ε τ τπ⁶ν ꝛ(αςρν oντι αινο αe᷑ᷣsν εοι(aœuν vdο d μιεᷣ eππας̈εᷣa d.rα̈έ oνυει π̈ωαμπάιν. Auffallend ist es, dass man die sinnlosen Worte zai αdο— αmαν ruhig von einer Ausgabe in die andere herübernimmt, während doch der Gedanke deutlich genug fordert 2 m⁴ eν μαι dmππααςεαα eρα. Der allgemeine Begriff„gut“ kann nicht das Gute an sich sein, denn er kommt ja auch dem gemischten Gut zu(z. B. den äusseren Gütern, wie dem Reichtum, und einigen gemischten innern, wie z. B. der erνοτεα Eth. Nic. 1128 5b 34 odz 201 Oνν⁴ seòdtsi dosi, dd ν μαπ. Findet er sich aber auch in diesem, so kann er nicht das reine Gute gan⸗z für sich darstellen. Das versteht man, während„νοω hier aller Logik spottet.
Das zweite Buch beginnt mit dem Nachweis, dass die tugendhafte Thätigkeit das höchste Gut der Seele sei. Dabei läuft folgender unverständliche Satz unter:
1219* 24 Z1ν ꝙεκσ υνm sτων τ ν τπεεν, το IOrGαι τα ν̈ριmχνν—j⁴εο οπνοε deyia 1ε Ʒν‿υωα. Es scheint mir zweifellos, dass das unerklärbare und durch manche Besserungsversuche heimgesuchte z⁰ν nichts weiter ist als Verschreibung aus»oëν:„der Gebrauch des vernünftigen Geistes und sein wacher Zustand ist das der Seele recht eigentlich zukommende Werk(ο„άαο).“ cf. Eth. Nic. 1096 ⁵ 29. Top. I, 108² 11. Met. 1072 5 17. de somno 455 22 f. und besonders de an. III, 429 22 d/ ναοωυmνυν̈᷑ νοεσ ν̈ᷣ xsõs voëc(Aeν voν ιᷣemνοsτe eui rolusdvε 0wVfboxc) 0596ν SGrνν uoysic Oiν vosin. Also die svéorεα το vosin, oder, was dasselbe, die„ονwbw/wroë„oũ ist das eigentliche Werk der Seele.
Nach kurzer Erörterung des Wesens der w„h und ihres Verhältnisses zu den andern Formen der Seelenthätigkeit heisst es:
1220 10 uerd aννια) dιααες ⁸ᷣν νοεεᷣ srnανενοα(so pr. PP, nnadæyusvois corr. Pb, dn³deruνᷣmo Me) 1oνν τπασινιααων ναď ινπν ϑυν⁴ρεννασ τνν έιεεmν Ich übergehe die mannigfachen Besserungsversuche, die man in der Teubnerschen Ausgabe angeführt findet. Es soll doch offenbar, Wie)αεανςα andeutet, eine klare Sonderung der Formen der Seclenthätigkoiten gegeben werden,
wie sie im unmittelbaren Anschluss an unseren Satz durch die Scheidung und Deiinition der drei


