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Bürgermeiſter Heimburg verlas hierauf die Urkunde über die Errichtung des Gebäudes und legte dieſelbe in den Schlußſtein. Die Rechnung über die Koſten des Gebäudes und Druckſachen aus der Geſchichte der Schule wurden ebenfalls hineingelegt. Während dann das von unſrem Collegen Dr. Staudinger gedichtete Feſtlied geſungen wurde, ward die Zinkkapſel verlöthet, und eine kleine Zahl von Feſtgenoſſen beſtieg die Tribüne, von der aus die Handlung der Schlußſteinlegung vor⸗ genommen werden ſollte. Als der Stein eingefügt war, ging der Hammer durch die Runde, und jedesmal begleitete den dreimaligen Schlag desſelben ein Segenswunſch für das neue Haus und die Jugend der Stadt Worms. Director Dr. Becker ſchloß ſeinen Maurerſpruch mit einem Hoch auf Se. Königliche Hoheit den Großherzog Ludwig IV. und auf Se. Majeſtät den Kaiſer Wilhelm I., in das die Feſtverſammlung begeiſtert einſtimmte. Ein Schlußchoral beendigte die erhebende Feier, und die Feſtgenoſſen vertheilten ſich dann in den Räumen des Hauſes, um von der Zweckmäßig⸗ keit und Schönheit ſeiner Einrichtungen Kenntnis zu nehmen. Am Nachmittag vereinigte ſich zum fröhlichen Beſchluß des ſchönen Feſtes eine zahlreiche Verſammlung in dem Caſinoſaale bei einem Feſtmahle. In raſcher Folge reihten ſich die Toaſte an einander; allen Theilnehmern wird das ſchöne Feſt unvergeßlich ſein.— Wir beabſichtigen eine eingehendere Darſtellung des Neubaues und der Feſtlichkeit des 14. April 1880 der geplanten Darſtellung der Geſchichte unſrer Anſtalt im 19. Jahrhundert einzureihen.
2. Der Gymnaſiallehramtsacceſſiſt Julius Heilmaun verließ zu Ende des Schuljahrs 1879/80 unſre Anſtalt, um an der Realſchule zu Alzey verwendet zu werden.— Die durch den Abgang des evangeliſchen Religionslehrers Dr. Naumann erledigte Religionslehrerſtelle wurde im Sommerhalbjahr durch die Herren Pfarrer Müller und Richter aus Worms verwaltet.— Durch Allerhöchſtes Decret Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 18. Aug. 1880 wurde dieſe Stelle Herrn Dr. Auguſt Dieckmann, bis dahin Lehrer an der Realſchule zu Offenbach, mit Wirkung vom 1. October 1880 übertragen.— Nachdem der Caplan Chriſtian Danz zu Worms durch miniſterielle Verfügung vom 1. April 1880 von der von ihm an der Vorſchule bekleideten Religionslehrerſtelle enthoben war, wurden die katholiſchen Religionsſtunden dem Lehrer der Vorſchule Herrn Edmund Hartmann übertragen.— Zu Anfang des Sommerhalbjahres erkrankte College Heitger, ſo daß er im Sommer 1880 keinen Unterricht, im Winter 1880/81 nur einige Stunden ertheilen konnte.— College Dr. Henſell war in den Monaten Januar und Februar 1881 durch Krankheit am Ertheilen ſeines Unterrichts gehindert.— Der Lehrer der Vor⸗ ſchule W. Pohl wurde durch Krankheit genöthigt, zweimal mehrere Wochen ſeinen Unterricht auszuſetzen. Das Lehrercollegium übernahm dieſe drei Vicariate.— Es folgen hier die Perſonalien des Collegen Dr. Dieckmann, dann werden biographiſche Notizen nachgetragen, die im letzten Programm keine Stelle finden konnten.
Dr. Auguſt Dieckmann iſt geboren am 7. November 1851 zu Bechtheim im Reg.⸗Bez. Wiesbaden, als Sohn des evangeliſchen Pfarrers Franz Dieckmann. Er beſuchte von October 1863 bis Herbſt 1867 das Gymnaſium in Hadamar, ſodann bis Oſtern 1869 das Gymnaſium in Wetzlar, wo er das Maturitätsexamen beſtand. Nachdem er in Marburg und Gießen Theologie ſtudirt, abſolvirte er an letzterem Orte das theologiſche Facultätsexamen im März 1872. Darauf war er 1 ½ Jahr Hauslehrer. Vom Herbſt 1873 bis Frühjahr 1878 ſtudirte er in Gießen klaſſiſche Philologie; gleichzeitig(ſeit dem 1. Juli 1874) war er Vorſteher einer Knabenlehranſtalt. Am 8. Mai 1875 promovirte er bei der philoſophiſchen Facultät in Gießen. Vom 1. April 1876
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