Katholische Schüler II und III combiniert (Caplan Tripp.)
Zweiter Zeitraum der Kirchengeschichte.
Geschichte. 3 St.(Hillebrand.)
Im Sommer Griechische, im Winter Römische Geschichte bis auf Augustus.
Arithmetik. 2 St.(Im Sommer Greiss.)
Die Lehrevondenquadratischen Gleichungen mit vielfacher Einübung an Beispielen.
(Im Winter: Lade.) Die Lehre von den cubischen Gleichungen mit Ausrechnung vieler Beispiele.
Geometrie. 3 St.(Lade.)
Goniometrie, ebene und sphärische Trigono-
metrie mit Ausrechnung vieler Beispiele. Darstellende Geometrie. 2 St.(Hilden- brand.)
Die darstellende Geometrie bis zur Durch- dringung von Körpern. Die Licht und Schatten- lehre.
Naturgeschichte. 2 St.(La de.)
Krystallographie; Einübung derselben an den wichtigsten Mineralspecies.
Physik. 2 St.(Greiss.)
Die Lehre von der galvanischen Electricität, der Inductionselectricität, der Thermoelectri- cität und der atmosphärischen Electricität; die Lehre vom Schall.
Mechanik. 2 St.(Greiss.)
Die Statik fester Körper und die Dynamik derselben mit Ausschluss der Pendelbewegung und des Capitels von den Bewegungshinder- nissen.
Chemie. 4 St.(Im Sommer: Hildenbrand, im Winter: Casselmann.)
Stöchiometrie mit Uebungen im Berechnen stöchiometrischer Aufgaben. Electrochemie. Sodann die speciellere Chemie der Amphigene (Sauerstoff, Schwefel, Selen und Tellur), der Halogene(Chlor, Brom, Jod, Fluor, Cyan, Ferrocyan, Ferridcyan und Rhodan) und des Phosphors..
Technologie, theoretische. 2 St.(Cassel- mann; combiniert mit Cl. I.
Freies Zeichnen(facultativ). 3 St.(de Laspée.) Combiniert mit Cl. I.
Gesang. 1 St.(Schirg.)
Klasse I.
Ordinarius: Im Sommer Unverzagt, im Winter Greiss.
DeutscheSprache. 3 St.(Ebenau.) Deutsche Literaturgeschichte von Herder bis auf die Gegenwart, 2 St. Gelesen wurde im Sommer Schiller's Wallenstein; im Winter die Braut von Messina, 18t. Deutsche Aufsätze: 1) Kopf, Herz und Hand machen den Mann. 2) Qui üt Maecenas ut nemo etc. 3) Die Thränen des Menschen. 4) Honesty the best polich. 5) Gang der Hand- lung in Schiller's Wallenstein. 6) Warum ist es gut, so wenig als möglich Bedürfnisse zu haben? 7) Gute Bücher sind die besten Gesell- schafter.(Klassenarbeit.) 8) Welche Vorzüge scheinen die Thiere vor dem Menschen erhalten zu haben? 9) Warum spricht man in Gesell- schaft so gern vom Wetter? 10) Griechenland das Deutschland des Alterthums. 11) Du bist Mensch, das erwäg und bedenke stets. 12) Welche sittliche Berechtigung hat das Streben nach irdischen Gütern(Abiturientenarbeit).
Lateinische Sprache. 3 St.(Hillebrand).
Lect. 2 St. Livius l. XXX. c. 1-— 31. Memorieren kurzer Abschnitte.
Exercit. je 1 St. für Ia u. Ib. Wöchentlich ein Exercit. scholast. oder domest., die dom. aus Spiess' Uebungsbuch für III(in Ib) und Süpfle's Aufgaben für obere Klassen(in Ia); die schol. zum Theil nach der Lectüre. Ausserdem in Ib die Moduslehre nach Spiess' Syntax.
Französische Sprache, 4 St.(Unverzagt.) Ia u. b. Gelesen wurden in dem Manuel de la littérature francaise von Plötz; Stücke aus GCorneille, Moliere, Racine, Voltaire, Rousseau, Thiers und Guizot.— In der Grammatik von Plötz II. Cursus wurden die Lectionen 58— 78 durchgenommen und frühere Abschnitte repetiert; die deutschen Uebungsstücke wurden zum Theil schriftlich übersetzt.
EnglischeSprache. 2 St.(Greiss.) Gelesen wurde Shakespeares Julius Cäsar und aus Lüdeckings Blüthen eng- lischer Dichtung eine Anzahl Gedichte von


