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IV. Der Elternbeirat
wurde zu Beginn des Schuljahres neu gewählt und setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Ritter, Druckereibesitzer, Berkessel, Eisenbahn-Obersekretär, Kempf, Rektor, Dr. Milch, Rechtsanwalt, Reichmann, Rittmeister a. D., Fischbach, Oberpostassistent, Frau Hauptmann Luchs, Freifrau von Löw und zu Steinfurt, Schmidt, Pfarrer.
V. Verschiedenes.
a) Die Klagen über den schlechten baulichen Zustand, den Mangel an Raum für eine Doppelanstalt müssen wir auch in diesem Jahre wiederholen. Abhilfe wird nur durch einen Neubau geschaffen werden können.
h) Die Schüler-Unfallversicherung, die im vergangenen Jahre staatlicherseits ins Leben gerufen wurde, wird bestens empfohlen. Für einen jährlichen Beitrag von 65 Pfg. sind die Schüler gegen Unfälle versichert, die sie erleiden auf dem Wege von und zur Schule, auf dem Schulhofe, beim Unterricht sowie bei dem von der Schule beaufsichtigten Turnen und Spielen. Die Anmeldung des Unfalls erfolgt durch die Schule; ihr muß spätestens am Tage nach dem Unfall ein Bericht eingereicht werden.(Vordrucke gibt Oberschullehrer Barsch aus).
c) Die Lehr- und Lernmittel wurden nach Maßgabe der verfügbaren Mittel ergänzt.
Die Lehrerbücherei ist nach wie vor sehr mangelhaft in fünf getrennten Räumen unter- gebracht, daher schlecht benutzbar und schwer zu verwalten. Ein Teil der Bücher ist bereits durch Schimmel verdorben, andern droht dasselbe Sckicksal. Der Bücherbestand wurde nach Mafßzgabe der zur Verfügung stehenden Mittel ergänzt.
Die Schülerbüchereien wurden klassenweise von den Herren Dr Reichwein, Unverzagt, Schnädter, Dr. Mirgel, Dr. Wessling, Aumüller, Lecher verwaltet. Sie stehen in kleinen Wandschränkchen, die keine Erweiterung zulassen und infolge ihrer Enge dauernd Beschädigungen der Einbände herbeiführen. Sie wurden durch einige Werke belehrenden und unterhaltenden Inhalts ergänzt.
d) Neuerungen im äußeren und inneren Schulbetrieb. Ostern 1926 wurde die Unter- sekunda der realgymnasialen Abteilung der Anstalt eingerichtet. Durch Min.-Erl. vom 25. 11. 26 U II 7658 wurde der Ausbau dieses Zweiges zur Vollanstalt genehmigt.
e) Die Städtisehe höhere Schule in Eltville steht mit dem Gymnasium derart in Ver- bindung, daß der Direktor des Gymnasiums diejenigen Schüler und Schülerinnen der Eltviller Anstalt, die auf die U II, eine höliere Lehranstalt für Knaben, bzw. auf die 2. Klasse eines Lyceums übergehen wollen, einer Prüfung unterzieht. In diesem Jahre bestanden drei Knaben und sieben Mädchen die Prüfung und erhielten damit das Recht, in die UII(bzw. 2. Klasse des Lyceums) einzutreten.
VI. Chronik der Anstalt.
Im abgelaufenen Schuljahr galt es vor allem, die neuen Richtlinien zur Durchführung zu bringen. Der vom Kollegium in vielen Sonderkonferenzen aufgestellte Lehrplan wurde durch die Behörde genehmigt.
Am 6. Mai wurde den Schülern ein Film des Reichsgesundheitsamtes gezeigt.


