Jahrgang 
1926
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15.

Vom 14.16. Juni fand eine Ausstellung von Schülerarbeiten im Zeichensaale der Anstalt statt, die sich eines guten Besuches erfreute..

Es sei noch darauf hingewiesen, dass Schüler in der Reifeprüfung durch hervor- ragende Leistungen im Malen und Zeichnen Gelegenheit haben, Mängel in einem andern Fache auszugleichen.

2. Husikunterricht.

In Sexta: Gehör-, Treff- und Rhythmusübungen, Einführung in das Linien- und Notensystem, die 7 Stammtöne, Stammtonleiter, deren Aufbau, Ubungen im Notenlesen und 1Schreiben, Tondauer, Notenwerte, Takt, Taktarten, Taktschlagen, Erfassen, Darstellen und Niederschreiben einfacher rhythmischer Motive im graden und ungraden Takt, punktierter Rhythmus, die gebräuchlichsten Vortragszeichen, der Dreiklang der 1. Stufe und seine Um- kehrungen, Entwicklung der G- und F-Dur-Tonleiter aus der Stammtonleiter, Musikdiktate, Einüben einstimmiger Volkslieder, 2-, 3- und 4-stimmiger Kanons in den bekannten Ton- arten. Choräle.

In Quinta: Entwicklung der z- und p-Tonleitern bis zu 4 Vorzeichen, die Drei- klänge der 1., 4. und 5. Stufe, Dominantseptimenakkord, Musikdiktate, Einführung in den zweistimmigen Gesang, Kanon als Ausgangspunkt der Mehrstimmigkeit. Einüben ein- und zweistimmiger Lieder. Choräle.

In IV O II gelangte das Wichtigste in Theorie und Praxis aus dem Stoffgebiet der Richtlinien zur Behandlung. Barsch.

Da für den Chor nach den neuen Richtlinien weniger Stunden zur Verfügung standen, war es nicht möglich, wie in früheren Jahren mehrere Aufführungen zu veranstalten. Doch gelang es infolge des Interesses der Schüler, am 20. Dezember denFrühling und denHerbst aus denJahreszeiten von Jos. Haydn im grossen Saale des Kur- hauses aufzuführen. Es wirkten dabei das ganze städtische Kurorchester sowie als Solisten Frau Th. Müller-Reichel(Sopran), Herr A. Nosalewicz(Bass), beide vom hiesigen Staatstheater und Herr Karl Heinz Jaroschek(Tenor) aus Frankfurt mit. Nur durch die Opferfreudigkeit unserer Jugend, die zu freiwilligen Chorstunden bereit war, konnte die Aufführung zustande kommen. Es sangen etwa 150 Schüler im Chor mit.

Im letzten sog. Cykluskonzert unter Generalmusikdirektor Carl Schuricht wird der Knabenchor in der dritten Symphonie von Gustav Mahler mitwirken.

Preising. 3. Turnen und Spielen.

Von den 411 Schülern der Anstalt waren auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses 25 vom Turnunterrichte befreit; das sind rund 6%. Von den Turnspielen waren durch Verf. des P. S. K. vom 15. Mai 18 auswärtige Schüler befreit. Der Unterricht wurde von folgenden Herren erteilt:

O1a u. b, UIa u. b, Va u. b.. 0Ila u. b, IV a u. b, VIa u. b.. UIII......... Schnädter, 01II 3, u. b......... Schnell, IEIII A it b Dr. Mirgel.

Hagelauer, Becker,

MAUUn

Der Gesamt-Turnunterricht umfasste: die Körperschule als neuzeitliche Form der Freiübungen, das Leistungsturnen im Lauf, Wurf und Sprung als Leichtathletik, das Ge- räteturnen als unentbehrliche Schule des Willens und des Mutes und die Turnspiele. Von den letzteren wurden wegen ihres höheren erzieherischen Wertes besonders Barlauf und Schlagball bevorzugt. Das Fussballspiel steht nicht mehr an erster Stelle und wird nicht