Jahrgang 
1902
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4. Griechisch: C. A: 6 St. Lektüre: a) prosaische:

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Lysias VII, XII und XIX. Thucydides VI. c. 1 71 mit Auswahl. Plato, Euthyphron

und Laches. Extemporieren aus Xen. Hell. I-III. Eine kurze deutsche Ausarbeitung. Heil.

b) poetische: Homers Ilias B. 112, ein- schlielslich der Privatlektüre. Memorieren aus- gewählter Stellen(ca. 50 Verse). Heil.

C. B: 6 St. a) poetische Lektüre: Homers Ilias- XII, einschl. der Privatlektüre. Aus- wendig gelernt wurden: I. 17; 528 530; II, 204: III, 108 110; VI, 181; 407 413; 429 481; XI. 514. Lohr.

b) prosaische Lektüre: Platos Apologie und Kriton. Lysias Rede VII, XII, XVI, XIX. Ex- temporieren aus Xen. Hellenica B. III u. IV.

Zobel.

Schriftliche UÜbungen: Alle 4 Wochen eine UÜbersetzung aus dem Griechischen in, das Deutsche; im letzten Tertial auch einige Uber- setzungen aus dem Deutschen ins Griechisehe. Grammatische Wiederholungen.

C. A: Heil.

C. B: Zobel.

. Französisch: 3 St. a) Lektüre: C. A: Regnard,

Le joueur. Arago, Histoire de ma jeunesse; Daudet, Lettres de mon moulin. Sprechübungen. C. B: Regnard, Le joueur; Sarcey. Le siège de Paris. Sprechübungen. b) Grammatik: Grammatische Wiederho- lungen; UÜbersetzungen ins Französische. Ex- temporalien, Diktate, freie Arbeiten.

C. A u. B: Unverzagt.

. Hebräisch(wahlfrei): 2 St.(zusammen mit I 1).

Die Lehre vom Verbum und Nomen, mündlich

und schriftlich eingeübt. Gelesen wurden

einige Abschnitte aus den historischen Büchern. Spiefs.

. Englisch(wahlfrei): 2 St. a) Grammatik:

Deutschbein, Englische Grammatik§ 54 81. Xxtemporalien und Diktate.

b) Lektüre: Ausgewählte Abschnitte aus Deutschbein, Irving-Macaulay, Lesebuch. Sprech- übungen. Unverzagt.

. Geschichte: 3 St. Die epochemachenden welt-

geschichtlichen Ereiguisse vom ersten Auftreten deutscher Stämme bis zum westfälischen Frieden. Geographische Wiederholungen; kurze deutsche Ausarbeitungen.

C. A u. B: Thomae.

. Mathematik: 4 St. a) Arithmetik und Algebra:

Arithmetische und geometrische Reihen; Zinses- zins- und Rentenrechnung. b) Geometrie: Repetitionen aus der Plani- metrie und ebenen Trigonometrie. Stereometrie. C. A: Bücheler. C. B: Seipp.

10. Physik: 2 St. Die Lehre von dem Gleichgewicht und der Bewegung der Körper. Die Lehre vom Schall. In jedem Halbjahr eine kurze deutsche Ausarbeitung. C. A: Bücheler.

C. B: Seipp.

Obersekunda.

Ordinarien: Cötus A: Professor Dr. Lohr. Cötus B: Professor Range.

1. Religionslehre: 2 St. a) Epangelische: C. A.: Gelesen und erklärt wurden die Apostelgeschichte und der Galaterbrief; Kirchengeschichte, erster Teil, und Luthers Leben bis 1532. Kirchen- lieder und Kirchenjahr. Lohr.

C. B: Die Apostelgeschichte. Ausgewählte Abschnitte aus den Paulinischen Briefen. Kirchengeschichte erster Teil. Spiels.

b) Katholische(zusammen mit II, 1 d. R.-G.): Kirchengeschichte nach Wedewers Grundrils, 8. Auflage. Wedewer.

2. Deutsche Sprache: 3 St. C. A: Lektüre des Nibelungenliedes. Gudrun. Ausblick auf die höfische Epik und Lyrik. Ausgewählte Ge- dichte Walters von der Vogelweide. Übersicht, über die Geschichte der deutschen Sprache und ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zu den übrigen indogermanischen Sprachen. Schillers kulturhistorische Gedichte und Wallen- stein; Goethes Egmont. Freie Vorträge. Wieder- holung der in II 2 gelernten Gedichte. Dis- positionslehre.

Themata der Aufsätze:

1. Warum erschlägt Hagen den Siegfried?

2. Welche Folgen hatten die Perserkriege für Athen?

3. Was erfahren wir aus der Exposition von Goethes Egmont über die Verhältnisse in den Niederlanden?(Klassenarbeit.)

4. Warum ist der Rhein der Lieblingsstrom der Deutschen?

5. Welche Bedeutung für die Kultur schreibt Schiller in seinemSpaziergang der Grün- dung von Städten zu?

6. Was erfahren wir aus Wallensteins Lager

über die Person des Feldherrn?(Klassen-

arbeit.)

Des Lebens ungemischte Freude

Ward keinem Irdischen zu Teil.

8. Wie gelingt es Oktavio, Buttler zum Ab- fall von Wallenstein zu bringen?(Klassen- arbeit). Heymach.

C. B: Lektüre des Nibelungenliedes, sowie der Gudrun und ausgewählter Gedichte Walters von der Vogelweide. Ausblick auf die nordischen Sagen und die grofsen germanischen Sagen kreise, auf die höfische Epik und Lyrik. In- halt des Parzival. Ubersicht über die Ge- schichte der dentschen Sprache und ihre ver- wandtschaftlichen Beziehungen zu den anderen

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