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Das P. S. C. macht auf den neusprachlichen Ferienkurs während der Weihnachtsferien in Frankfurt unter dem 25./11. aufmerksam.
Das P. S. C. übersendet unter dem 18./12. drei Exemplare von Lindners Geschichte des franz. Kriegs, die Allerhöchst geschenkt waren, zur Verteilung an würdige Schüler, desgl. unter dem 9./1. drei von dem Herrn Minister zu gleichem Zweck geschenkte Exemplare von der Denkmalsrede des Generals von Mischke.
Das P. S. C. macht auf bevorstehende naturwissenschaftliche Ferienkurse in Göttingen auf- merksam.
1. Mit Beginn des Schuljahrs— am 22. April—, wurden drei neue Parallelklassen cröffnet, nämlich VIb, Vb und IVb, sodals die Anstalt nunmehr ein Doppelgymnasium mit 18 vollständigen Gymnasialklassen ist. Eine Klasse mulfste für das Sommerhalbjahr in der Aula unterrichtet werden, da der Neubau noch nicht vollendet war. Neubegründet waren 3 Ober- und 1 Elementarlehrer-Stelle; ernannt wurden für diese Oberlehrer Hochhuth, seither am hiesigen Realgymnasium, Oberlehrer Zobel, seither am Gymnasium in Fulda, Oberlehrer Maurer, seither Hilfslehrer am Progymnasium in Homburg v. d. H. und Lehrer Paul, seither in Eltville. Professor Dr. Müller, der noch immer krank war, wurde bis zum Herbst beurlaubt und bis dahin vertreten durch den Hilfslehrer W. Schmidt; als unbesoldeter Hilfslehrer trat ein der Kandidat Debes.
2. In das pädagogische Seminar traten ein: 1) Dr. Arthur Kiesel aus Hörde, 2) Hermann Wallenfels, 3) Dr. Heinrich Wilhelmi aus Wiesbaden und 4) Dr. Hermann Schmidt aus Berlin. Zu Lehrern am Seminar wurden ernannt: Oberlehrer Klau, Oberlehrer Mosheim, Lehrer Güll.
3. Am 31. Mai feierte das hiesige Realgymnasium das Fest seines 50 jährigen Bestehens; aus Anlaſs dieser Feier wurde dem Bexrichterstatter, der früher Direktor des Realgymnasiums war, der Rothe Adlerorden IV. Klasse Allerhöchst verliehen.
Die Pfingstferien dauerten vom 2.— 10. Juui. Am 14. Juni fiel der Unterricht wegen der Berufs- und Gewerbezählung aus. Der Nachmittagsunterricht wurde wegen grolser Ilitze fünfmal ausgesetzt.
4. Durch Verfügung vom 26. Juni 1895 wurde Professor Dr. Müller seinem Antrag entsprechend zum 1. Oktober dieses Jahres in den Ruhestand versetzt und ihm seitens der Behörde für seine langjährigen, hingebenden, treuen und erfolgreichen Dienste besonderer Dank und Anerkennung ausgesprochen. Indem der Berichterstatter sich diesem Dank und dieser Anerkennung gern anschlols, wünschte er dem scheidenden Kollegen von ganzem Herzen einen freundlichen Lebensabend.
5. Vom 9.—13. Juli unterzog sich ein Oberprimaner der schriftlichen Reifeprüfung, der auch die mündliche Prüfung unter Vorsitz des Herrn Geheimrats Dr. Lahmeyer am 22. Juli bestand.
6. Der übliche Sommerausflug erfolgte am 20. Juli klassenweise.
7. Am 11. August verschied in Folge einer Rippenfellentzündung der Untertertianer Otto Kleberger. Die Anstalt verlor in ihm einen lieben und hoffnungsvollen Schüler; seine sterbliche Hülle wurde in seiner Heimat, zu Ober-Mockstadt in Oberhessen bestattet.
8. Namentlich zu Beginn des Sommer-Semesters war der regelmäſsige Unterrichtsbetrieb mannigfach gestört. Da der Neubau infolge besonderer Umstände nur zum Teil beziehbar war, mulste eine Klasse während des ganzen Semesters in der Aula unterrichtet werden. Aulser Professor Müller mulste auch Oberlehrer Seipp wegen Krankheit bis Pfingsten beurlaubt und die Professoren Dr. Flach, Dr. Adam und Dr. Spiefs ungefähr je 14 Tage wegen Erkrankung vertreten werden. Ende Juli


