Jahrgang 
1896
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mulfste Oberlehrer Zobel eine Swöchentliche militärische Ubung antreten. Die Hilfslehrer Steubing und Debes hatten die Güte, ihn während dieser Zeit zu vertreten..

9. Mit Beginn des Winter-Semesters traten ein als unbesoldete Hilfslehrer O. Müller, Schnädter und Schmelz, der den Oberlehrer Seipp von Ostern bis Pfingsten bereits ver- treten hatte.

10. Durch Allerhöchsten Erlaſs vom 18. September wurde dem Professor Fr. Reinhold Müller anlälslich seines zum 1. Oktober bevorstehenden Ausscheidens aus dem Amt der Königliche Kronenorden III. Klasse verliehen. Der herzliche Wunsch, dafs dem scheidenden Amtsgenossen noch ein freundlicher Lebensabend möge zu Teil werden, sollte nicht in Erfüllung gehen, denn schon am 29. Oktober erlag er seinen schweren Leiden; am 1. November gaben ihm seine früheren Amts- genossen und die Oberprimaner, die noch seine Schüler gewesen waren, das letzte Geleite. Sein Andenken wird bei uns in Ehren bleiben.

11. Am 13. und 14. November unterzog der Königl. Provinzialschulrat, Herr Geheimrat Dr. Lahmeyer, das pädagogische Seminar und einen Teil des Gymnasiums einer Revision.

12. Durch Verfügung vom 21. Dezember 1895 wurde zum Ersatz für Professor Müller der Oberlehrer am Gymnasium zu Fulda, Professor Range, an die Anstalt vom 1. April 1896 an versetzt.

13. Am 22. Dezember verschied in Folge von Scharlach und Diphtheritis der Quartaner HIermann Hupfeld, am 25. Dezember gaben ihm Lehrer und Mitschüler das letzte Geleite. Die Anstalt verlor in ihm einen lieben und hoffnungsvollen Schüler.

14. Die Weihnachtsferien dauerten vom 24. Dezember 1895 bis 6. Januar 1896.

15. Anfangs Januar wurde drei Schülern der oberen Klassen je ein Exemplar von Th. Lindners Krieg gegen Frankreich etc. aus Allerhöchster Bewilligung vom Direktor überreicht.

16. Am 18. Januar fand die Gedenkfeier der Neubegründung des Reichs in der angeordneten Weise sowie die Verteilung von 3 Exemplaren der Festrede des Generals von Mischke statt, die der Ilerr Minister zu diesem Zwecke geschenkt hatte.

17. Das hohe Geburtsfest Seiner Majestät des Kaisers und Königs begingen wir am 27. Januar durch eine Feier in der Turnhalle, bei der Oberlehrer Hochhuth die Festrede hielt.

18. Der Gedächtnistage vom 15. Juni, 18. Oktober, 9. und 22. März wurde in entsprechender Weise gedacht.

19. Der Gesundheitszustand war bei Lehrern und Schülern im ganzen günstig, etwa bis Ende November; von da ab erkrankten ziemlich viele Schüler, insbesondere in den unteren und oberen Klassen.

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