Jahrgang 
1896
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Themata der Aufsätze:

Die geographische Lage Italiens.

2. Was veranlaſst den Ordensmeister, den Ritter erst zu strafen, dann ihm zu verzeihen?

(Klassenarbeit.)

3. Vergleichung der beiden GedichteDie stille Gemeinde.

4. Der tote Soldat.

(Freie Erzühlung nach Seidls Gedicht.)

5. Welche Personen vertreten das komische Element in Lessings Minna von Barnhelm?

(Klassenarbeit.)

6. Freie Ubersetzung von Caes. d. b. g. VII, 88 und 89.

7. Kurze Darlegung des Ganges der Handlung in Hermann und Dorothea.

8. Zustand des Landes und Lage des französi- schen Königs, nach dem Prolog und dem ersten Akt der Jungfrau von Orleans.

9. Prüfungsarbeit: Wie äufsert sich die un-

gewöhnliche Macht der Jungfrau von Orleans

über das Gemüt der Menschen? Spamer.

C. B: Gelesen und erklärt wurden mehrere Balladen Schillers; Goethes Hermann und Dorothea; Lessings Minna von Barnhelm; Schillers Jungfrau von Orleans. Analyse von Prosastücken aus Hopf und Paulsiek für III. Memoriert wurden die Kraniche des Ibykus, ein Abschnitt aus Schillers Tell und einzelne Stellen aus Goethes Hermann und Dorothea, wiederholt früher gelernte Gedichte. Anleitung zur Abfassung von Aufsätzen durch praktische Übungen in Auffindung und Anordnung des Stoffes. Die wichtigsten Daten aus Lessings, Schillers und Goethes Leben. Die Hauptformen der Dichtung, insbesondere die Arten der epischen Dichtung. Tropen und Figuren. Fünf häus- liche und vier Klassenaufsätze. Vorträge über das Leben der Dichter, Berichte und Inhalts- angaben aus der Schullektüre.

Themata der Aufsätze.

1. Welche Bedeutung legt Schiller den Kranichen in seiner BalladeDie Kraniche des Ibykus bei?

2. Welche Vorzüge geben dem Rhein die Be- deutung eines Kulturstroms?

3. Welche Andeutungen über den Ort der Handlung giebt uns der I. Gesang von Goethes Hermann und Dorothea?

.(Klassenarbeit.)

4. Reise zu Fufs, nach G. Baur.

3(Ausgeführte Disposition.)

5. Auf welche Weise gelingt es in Goethes Hermann und Dorothea, den Widerspruch des Vaters gegen die Wahl des Sohnes zu beseitigen?

6. Die Bedeutung des Kaiser-Wilhelmskanals.

7. Die Kämpfe Englands gegen Frankreich von 1328 1428 als Voraussetzung für das Auf- treten der Jungfrau von Orleans.

(Klassenarbeit.)

8. Für seinen König muss das Volk sich opfern, das ist das Schicksal und Gesetz der Welt.

9. Prüfungsarbeit: Inwiefern sind die beiden ersten Aufzüge von Lessings Minna von Barnhelm als Exposition anzusehen?

Hochhuth. 3. Lateinisch: 7 St. Lektüre 4 St. Ciceros Reden gegen Catilina I. II. Auswahl aus Livius II und aus Vergil I und II. Einige Stellen aus

Vergil wurden memoriert. Inhalt vonVI.

Grammatik 3 St. Wiederholung der Lehre von den Casus, Tempora und Modi mit Erweite- rungen. Wöchentlich schriftliche Arbeiten, (Extemporalien, häusliche Exercitien und Über- setzungen ins Deutsche). C. A: Selvers.

C. B: Zobel.

4. Griechisch: 6 St. Lektüre 4 St. C. A: Xeno-

6.

5.

7.

phons Anabasis III, IV und V mit Auswahl. Homers Odyssee I- XIII mit Auswahl. Aus- wendiglernen einzelner Stellen.

C. B: Xenophons Anabasis III, IV und V. Homers Odyssee I- XIII mit Auswahl. Einige Stellen aus Homer wurden memoriert.

Grammatik: 2 St. Die Syntax des Nomens und die wichtigsten Regeln der Tempus- und Moduslehre. Schriftliche Arbeiten: Extempo- ralien, häusliche Exercitien, UÜbersetzungen ins Deutsche. C. A: Wende.

C. B: Adam.

Französisch: 3 St. a) Grammatik: Die syntak-

tischen Hauptgesetze in Bezug auf Konjunctiv, Particip, Infinitiv., Artikel, Adjektiv, Adverb, Kasusrektion und Präpositionen. Wiederholung des Fürworts. Erweiterung des Wort- und Phrasenschatzes. Schriftliche und mündliche Übersetzungen ins Französische. Diktate.

b) Lektüre: Erckmann-Chatrian: L'Invasion. Sprechübungen im Anschluſs an die Lektüre. C. A und B: Unverzagt.

Geschichte und Erdkunde: 3 St. Deutsche und preuſsische Geschichte vom Regierungsantritt Priedrichs des Grofsen bis zur Gegenwart. Wiederholung früherer Abschnitte der branden- pargisch-preuſsischen Geschichte. Wiederholung der Erdkunde Europas. Elementare mathe- matische Erdkunde. C. A und B: Spamer.

Mathemathik: 4 St. a) Arithmetik: Die Lehre von den Potenzen und Wurzeln. Definition des Logarithmus und Rechnen mit fünfstelligen Loga- rithmen. Gleichungen ersten Grades mit meh- reren Unbekannten und quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten.

b) Geometrie: Die Lehre von der Khnlichkeit. Berechnung des Kreisinhaltes und-umfanges. Die einfachen Körper nebst Berechnungen von Kantenlängen, Oberflächen und Inhalten. Trigono- metrische Berechnung des rechtwinkligen Dreiecks.

C. A: Seipp. C. B: Bücheler.

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