3. Lateinisch: 6 Stunden.— Lektüre: a) poetische: Horaz' Oden I und II; Ausgewählte Satiren, Epi- steln und Epoden.
b) prosaische: C. A: Ciceros Verrina IV; Tacitus' Annalen I; Extemporieren aus Livius B. 32—34.
C. B: Ciceros Phil. I; Tacitus' Germania; Ex- temporieren aus Livius B. 32 ffg.
c) Schriftliche Ubungen: 1 St. Alle 14 Tage eine Arbeit, meist in der Schule. Mündliche Ubungen und Wiederholungen. C. A: Fritze.
C. B: Flach.
4. Griechisch: 6 St.— Lektüre: a) poetische: C. K: Sophokles' Odipus auf Kolonos. Einiges über das griechische Theater und die theatralischen Auf- führungen. Das Wichtigste aus der Metrik. Homers Ilias. Buch 13—24, einschliefslich der
Privatlektüre, mit Auswahl. Lohr. C. B: Homers Ilias, Buch 15— 24 mit Auswahl. Sophokles' Odipus auf Kolonos. Flach.
b) prosaische: C. A: Demosthenes' Rede über den Frieden. Thucydides, Buch VI mit Auswahl. UÜbungen im unvorbereiteten Übersetzen aus Xenophons Cyropädie. Lohr.
C. B: Thucydides, Buch II mit Auswahl; Demosthenes, die erste olynthische Rede; Extem- porieren aus Xenophons Hellenica. Flach.
c) Schriftliche UÜbungen: Alle vier Wochen eine UÜbersetzung aus dem Griechischen in das Deutsche. Grammatische Wiederholungen.
C. A: Lohr. C. B: Flach.
5. Französisch: 2 St.— a) Grammatik: Zusammen- fassende grammatische Wiederholungen; alle 14 Tage eine Ubersetzung aus dem Französischen oder ein Diktat. C. A: Unverzagt. C. B: Mosheim.
b) Lektüre: C. A: Corneille: Cinna. Taine: La France contemporaine. Sprechübungen. Unverzagt.
C. B: Molière: Tartuffe. Sarcey: Le siège de Paris. Sprechübungen. Mosheim.
6. Hebräisch(wahlfrei): 2 St.— Beendigung der Formenlehre und das Wichtigste aus der Syntax. Gelesen wurden ausgewählte Abschnitte aus den geschichtlichen Büchern des alten Testaments, dem Psalter und den Propheten. Fxercitien, schriftliche und mündliche Analysen des punk- tierten, mitunter auch des unpunktierten Textes.
Spiefs.
7. Englisch(wahlfrei): 2 St.— Lektüre: Shake- speare: The Merchant of Venice; Macaulay: State of England in 1685. Sprechübungen.
Unverzagt.
8. Geschichte: 3 St.—(C. A und B zusammen): Die Neuzeit vom Ende des dreiſsigjährigen Krieges bis zur Gegenwart. Fischer.
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9. Mathematik: 4 St.— Binomischer Lehrsatz. Einführung in den Koordinatenbegriff und die Grundeigenschaften der Kegelschnitte. Einiges aus der sphärischen Trigonometrie. Wieder- holungen aus allen Gebieten und Übungen im Lösen von Aufgaben.(Lehrbuch und Aufgaben- sammlung von Reidt.) C. A: Klau.
C. B: Seipp.
Aufgaben der Reifeprüfung.
C. A: 1. Eine Kugel, welche aus einer Legierung von Gold und Kupfer besteht und den Radius r= 2em hat, wiegt 502,4 gr. Wieviel Gold enthält dieselbe, wenn das specifische Ge- wicht des Goldes si= 19,3 und dasjenige des Kupfers sa= 8,8 ist?
2. Auf ein Prisma mit dem brechenden Win- kel und dem Brechungsexponenten n fällt ein Lichtstrahl unter dem Winkel a. Unter welchem Winkel tritt derselbe aus dem Prisma aus, und wie lang ist der von ihm im Prisma zurückgelegte Weg, wenn die Eintrittsstelle a cm vom Scheitel entfernt ist?„= 30⁰, n= 1,5,= 450, a= 5 em.
3. Die Gleichung einer Geraden ist 1= 3x— 5y= 20. 1) Gesucht die Gleichung der Geraden, welche zu dieser parallel läuft und die X-Achse in einem Punkte XI= 10 schneidet. 2) Wie groſs ist der Abstand der beiden parallelen Geraden?
4. Aus einem abgestumpften Kegel, welcher die Radien R= 7em, r= 4 em und die Seitenlinie s= 5 em hat, soll ein möglichst groſses cylindrisches Rohr von d= 1 em Wanddicke gefertigt werden. Wie grols ist der Inhalt des Rohres und wie groſs der Inhalt des Abfalls? Klau.
C. B: 1. In einer Parabel sei im Brennpunkt das Lot auf der Hauptaxe errichtet, und durch den Schnittpunkt dieses Lotes mit der Pa- rabel eine Tangente an diese gezogen. Es soll das vom Brennpunkt auf diese Tangente gefällte Lot berechnet werden.
2. Wie groſs ist der Inhalt und die Oberfläche eines auf dem Grundkreise mit dem Radius a stehenden geraden Kegels, wenn die ihm einbeschriebene Kugel den Radius b hat?
3. Unter welchem Winkel muls ein Lichtstrahl auf ein Prisma mit dem brechenden Winkel „= 60° und dem Brechungsexponenten n- 2
auffallen, damit er an der zweiten Fläche
desselben total reflektiert werde?
4. In einem Walde, der jetzt 305000 cbm Holz enthält, beträgt der jährliche Zuwachs 2%. Wie grols ist der Bestand nach 11 Jahren, wenn zu Ende jedes Jahres 14000 cbm ge- schlagen werden? Nach welcher Zeit würde auf diese Weise der ganze Wald abgeholzt sein? Seipp.


