Jahrgang 
1895
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Verständnis des Globus und der Karten. An- fünge im Entwerfen von einfachen Umrissen an der Wandtafel. Im Sommer: Küster, dann Schmidt. Im Winter: Bosse.

5. Rechnen: 4 St. Teilbarkeit der Zahlen wieder- holt; gemeine Brüche. Einfache Regeldetri- Aufgaben nach dem Zweisatz. Deutsche Mafse, Gewichte und Münzen wie in VI.(Diesterweg und Heuser II.).

Im Sommer: Paul. Im Hinter: Schmitt.

6. Naturbeschreibung: 2 St. Im Sommer: Voll- ständige Kenntnis der äufseren Organe der Blüten- pflanzen im Anschlufs an die Beschreibung und Vergleichung verwandter, gleichzeitig vorliegender Arten. Im Winter: Beschreibung wichtiger Säugetiere und Vögel nach vorhandenen Exem- plaren und Abbildungen nebst Mitteilungen über ihre Lebensweise, ihren Nutzen oder Schaden.

Güll.

7. Schreiben: 2. St. Fortgesetzte UÜbung in Schön- und Schnellschrift nach Vorschrift und Diktat. Im Sommer: Paul. Im Winter: Schmitt.

8. Zeichnen: 2 St. Zeichnen ebener gradliniger Gebilde im Klassenunterricht nach Wandtafeln, erläutert durch Vorzeichnen an der Schultafel.

Schmidt.

Sexta. Ordinarius; Oberlehrer Wende.

1. Religionslehre: 3 St. a) Eoangelische. Biblische

Geschichten des alten Testamentes nach Schäfer I. Vor den Hauptfesten die betreffenden Ge- schichten des neuen Testamentes. Die 10 Ge- bote mit Erklärung. 4 Kirchenlieder wurden besprochen und memoriert.

Im Sommer: Paul.

Im Winter: Schmitt.

b) Katholische(zusammen mit VI des R.-G.): Diöcesankatechismus, erstes Hauptstück mit Aus- wahl. Biblische Geschichte des alten Testa- mentes mit Auswahl. Erklärung der heiligen Messe; Gebete. Wedewer.

2. Deutsche Sprache: 3 St. Lesen von Gedichten und Prosastücken aus Hopf und Paulsieks Lese- buch I, 1. Redeteile und Glieder des einfachen

Satzes; Unterscheidung der starken und schwachen Flexion. Rechtschreibeübungen in wöchent- lichen Diktaten in der Klasse. Mündliches Nacherzählen von Vorerzähltem. Auswendig- lernen und verständnisvolles Vortragen von Ge- dichten. Wende.

3. Lateinisch: 8 St. Formenlehre mit strengster Beschränkung auf das Regelmäfsige und mit Aus- schlufs der Deponentia im Anschlufs an Oster- manns UÜbungsbuch für Sexta. Lernen ausge- wählter Wörter aus dem Wörterbuch des Ubungs- buches. Einige elementare syntaktische Regeln. Wöchentlich eine selbständige Klassenarbeit im Anschluls an den Lesestoff und Reinschrift derselben; gegen Ende des Schuljahres statt dieser auch besondere, in der Klasse vorbereitete UÜber- setzungen als häusliche Arbeiten. Wende.

4. Geschichte und Erdkunde: 3 St. Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte, wobei von Gegenwart und Heimat ausgegangen wurde. Geographische Grundbegriffe in Anlehnung an die nächste örtliche Umgebung. Anleitung zum Verständnis des Globus und der Karten. Oro- und hydrographische Verhältnisse der Erdober- fläche im allgemeinen und Deutschlands insbe- sondere ohne Zugrundlegung eines Lehrbuches.

Wende.

5. Rechnen: 4-St. Die vier Grundrechnungsarten mit unbenannten und benannten ganzen Zahlen. Die deutschen Mafse, Gewichte und Münzen, Ubungen in der decimalen Schreibweise. Teil- barkeit der Zahlen(Diesterweg und Heuser I). Im Sommer: Paul. Im Hinter: Schmitt.

6. Naturbeschreibung: 2 St. Im Sommer: Be- schreibung vorliegender Blütenpflanzen; im An- schlufs daran Erklärung der Formen und Teile der Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten, der leicht erkennbaren Blütenstände und Früchte. Im Winter: Beschreibung wichtiger Säugetiere und Vögel in Bezug auf Gestalt, Farbe und Gröſse nach vorhandenen Exemplaren und Abbildungen nebst Mitteilungen über ihre Lebensweise, ihren Nutzen oder Schaden. Güll.

7. Schreiben: 2 St. Die einfachsten Formen des deutschen und des lateinischen Alphabets nach Vorschrift; Schreiben nach Zählen und Diktat,

Im Sommer: Paul. Im Winter: Schmitt.

Auf Grund des Ministerial-Erlasses vom 27. Februar 1872(s. Progr. v. J. 1873, S. 34 f.) waren 35 evangelische Schüler, welche den Konfirmanden-Unterricht besuchten, von der Teilnahme am Religionsunterrichte des Gymnasiums für die Dauer des Konfirmanden-Unterrichts entbunden.