Jahrgang 
1893
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. Die retardierenden Motive in Goethes Her-

. mann und Dorothea.

6. Die Vorgeschichte zu Lessings Minna von Barnhelm.

7. Die Glocke als Begleiterin des menschlichen Lebens. Nach Schillers Lied von der Glocke.

8. Charakterschilderung der Minna von Barn- helm nach Lessings gleichnamigem Drama.

9. Riccaut de la Marlinière und der Major von

Tellheim.(Prüfungsarbeit.) Flach.

Ot

3. Latein: 7 St. Lektüre 4 St: C. A.: Ciceros Reden gegen Catilina I u. II. Auswahl aus Livius I, II. III und aus Vergil I, II u. IV. Fritze.

C. B.: Auswahl aus Livius I X und aus Vergils Aen. I und IV. Inhalt von IVI. Ciceros Reden gegen Catilina I und II. Flach.

Grammatik 3 St. Wiederholung der Lehre von den Casus, Tempora und Modi mit Ergänzungen. Wöchentlich schriftliche Arbeiten(Extemporalien, häusl. Exercitien und Ubersetzungen ins Deutsche).

C. A: Fritze. C. B: Flach.

4. Griechisch: 6 St. Lektüre 4 St. C. A: Xenophons Anabasis III, IV und V. Homer. Aus der ersten Hälfte der Odyssee wurden unter Angabe des In- haltes und der Anordnung der Dichtung die Bücher I(Einleitung), IX XII und V(mit Auslassungen)

gelesen. Fritze. C. B: Dasselbe wie in C. A. Flach. Grammatik: 2 St. Die Syntax des Nomens

und die wichtigsten Regeln der Tempus- und Moduslehre. Schriftliche Arbeiten(Extemporalien, häusl. Exercitien, UÜbersetzungen ins Deutsche). C. A: Fritze. C. B: Flach.

5. Französisch: 3 St. a) Grammatik: Die syntak- tischen Hauptregeln in Bezug auf Tempora, Indi- kativ, Konjunktiv, Artikel, Adjektiv, Adverb, Kasus- rektion, Particip und Infinitiv. Schriftliche und mündliche Übersetzungen ins Französische und Diktate. Sprechübungen.

b) Lektüre: C. A: Lamé-Fleury: Histoire de la découverte de l'Amérique. C. B: Michaud: Histoire de la première croisade. Repetition früher gelernter Gedichte. Müller II.

6. Geschichte und Erdkunde: 3 St. Deutsche und preufsische Geschichte seit dem grofsen Kurfürsten bis zur Gegenwart. Wiederholung früherer Ab- schnitte der brandenburgisch-preufsischen Ge- schichte. Elementare mathematische Erdkunde. Wiederholung aus der Erdkunde Europas.

C. A: Fritze. C. B: Wende.

7. Mathematik: 4 St. a) Arithmetik: Die Lehre von den Potenzen und Wurzeln, Definition des Logarith- mus und Rechnen mit fünfstelligen Logarithmen. Gleichungen ersten Grades mit mehreren Unbe- kannten und quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten..

b) Geometrie: Die Lehre von der Ahnlichkeit, Sätze über Flächengleichheit von Figuren. Berech-

Mosheim.

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nung der Fläche geradliniger Figuren. Berechnung des Kreis-Inhaltes und Umfanges. Definition der trigonometrischen Funktionen am rechtwinkligen Dreieck. Trigonometrische Berechnung recht- winkliger und gleichschenkliger Dreiecke.

C. A: Klau.

C. B: Seipp.

8. Naturwissenschaft: 2 St. Die allgemeinen Eigen-

schaften der Körper. Das Wichtigste aus der Wärmelehre. Magnetismus und Elektrizität. Die wichtigsten chemischen Erscheinungen.

C. A: Klau.

C. A: Seipp.

Obertertia.

Ordinarien: Cötus A: Oberlehrer Klau. Cötus B: Hilfslehrer Tiemann.

1. Religionslehre: 2 St. a) Poangelische. Das Reich Gottes im neuen Testamente: Lesung ent- sprechender bibl. Abschnitte. Eingehend die Berg- predigt; auch Gleichnisse. Katechismusunterricht im Anschluss an den von der Bezirkssynode Wies- baden herausgegebenen Katechismus. Lieder, Sprüche, Erklärung einiger Psalmen. Kirchenjahr. Reformationsgeschichte im Anschluss an ein Lebens-

bild Luthers. Somomer:(C. A: Lohr. Sommén: 1C. B: Spiefs.

Winter:.A:

9 B: Lohr. b) Katholische: 2 St.(zusammen mit III 1 des R.-G.): Erster Teil der Kirchengeschichte, von Christus bis Gregor VII, nach Wedewers Grundriss. Wedewer.

2. Deutsche Sprache: 2 St. Zehn häusliche oder Klassenaufsätze,(Erzühlungen, Beschreibungen, Schilderungen, ein Brief, eine Übersetzung aus DPaesars bell. Gall.). Behandlung prosaischer und poetischer Lesestücke aus Hopf und Paulsiek II, 1. Prklärung von Schillers Glocke und Wilhelm Tell. Belehrungen aus der Poetik und Rhetorik im An- schluss an die Lektüre. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten und Dichterstellen.

Wiederholung früher gelernter Gedichte.

C. A: Heil.

C. B: Tiemann.

3. Latein: 7 St. Lektüre 4 St: C. A: Caesars bellum

Gallicum IV VII mit Auswahl, Ovids Metam. mit Auswahl. Schlaadt. C. B: Wie in Cötus A. Tiemann. Grammatik: 3 St. Wiederholung und Ergänzung der Tempus- und Moduslehre, Abschluss der Verbal- syntax in ihren Hauptregeln. Alle 8 Tage eine Übersetzung ins Lateinische im Anschluss an Caesar als Klassenarbeit oder eine häusliche Arbeit; alle 6 Wochen statt der erwähnten Klassenarbeit eine schriftliche Übersetzung ins Deutsche. C. A: Schlaadt. C. B: Tiemann. 4. Griechisch: 6 St. Die Verba auf ν und die wich- tigsten unregelmälfsigen Verba des attischen Dia- lekts. Die Präpositionen eingeprägt. Wiederholung und Ergünzung der Lehraufgabe der III 2. Aus-