10.
. Religionslehre: a) Eoangelische.
163 kg ist und von denen die eine mit R den Winkel α= 66⁰ 59˙ 26“ bildet; bestimme die Gröfse einer jeden und die Richtung der andern Seitenkraft.
4. Ein gleichseitiges Dreieck mit der Höhe h= 10 cm rotiere um eine Achse, welche eine seiner Seiten halbiert und zu einer andern senkrecht steht. Wie grofs ist die Oberfläche und das Volumen des Rotationskörpers, wenn der durch Rotation des kleineren Teils des Dreiecks entstandene Körperteil als Hohlraum angesehen wird? Bücheler.
Physik: 2 St.— Akustik und Optik(Koppe, An- fangsgründe der Physik). C. A u. B: Bücheler.
Unterprima.
Ordinarien: Cötus A: Prorektor Professor Otto. Cötus B: Gymnasiallehrer Klau.
2 St.— Der Iebräerbrief wurde im Urtexte gelesen und erklärt, unter besonderer Berücksichtigung der einschlagen- den Abschnitte des alttestamentlichen Gesetzes und der Weissagung.— Wiederholte Lesung und Er- klärung der Augustana. Glaubenslehre nach Noack: Die Lehre von Gott dem Vater und dem Sohne.— Erweiterung der früheren kirchengeschichtlichen Pensa.— Wiederholung der Kirchenlieder. Spiefs. b) Katholische. 2 St.(komb. mit 11).
. Deutsche Sprache: 3 St.— C. A: Einführung in
die erste Blüteperiode der deutschen Litteratur nach Herbsts„Hilfsbuch“; die neuere Zeit bis Lessing einschliefslich.— Gelesen und erklärt wurden: Das Nibelungenlied, Schillers„Wallenstein“, Lessings „Laokoon“ und aus dessen Hamburgischer Drama- turgie die das französische Drama behandelnden Abschnitte; im Anschlufs hieran das Wichtigste aus Aristoteles' Poetik. Vorträge aus dem Gebiete der Lektüre.
Themata der Aufsätze:
1. Was ist von den Anklagen zu halten, die man gewöhnlich gegen das Greisenalter erhebt? Mit Beziehung auf Ciceros Cato maior.
2. Wer den Besten seiner. Zeit genug gethan, der hat gelebt für alle Zeiten.(Disposition.)
3. Wer ist glücklich?(Klassenaufsatz.)
4. Wodurch werden wir in Schillers Pikkolomini auf den Untergang Wallensteins vorbereitet?
5. Wie schildert Homer das Schattenreich?
6. Wie die Saat, so die Ernte.(Klassenaufsatz.)
7. Welche Bedeutung hat die Zerstörung Kar- thagos für die römische Geschichte?
8. Metrische Übersetzung der Laokoonepisode aus Vergils Aeneis II.
9. Inwiefern lassen sich aus den Darstellungs- mitteln der Malerei und der Poesie Grenz- bestimmungen für den Inhalt und Umfang beider Künste herleiten?
10. Welches sind die Vorteile, welches die Ge- fahren des Reichtums?(Klassenaufsatz.)
Spiefs.
Cn
C. B: Kurze Übersicht über die Geschichte der deutschen Sprache und ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zu den übrigen indogermanischen Sprachen. Einführung in die erste Blüteperiode der deutschen Litteratur im Anschluſs an das„Hilfs- buch“ von Herbst. Nibelungenlied, Walter von der Vogelweide. Eingehend das Leben Klopstocks und Lessings. Gelesen und erklärt wurden die religiösen, vaterländischen und Freundschafts-Oden Klopstocks. Schillers„Wallenstein“ und„Braut von Messina“; Lessings„Laokoon“,„Wie die Alten den Tod ge- bildet“,„Emilia Galotti“. Memoriert wurden einige Oden Klopstocks und einzelne Stellen aus„Wallen- stein“ und der„Braut von Messina“. UÜbersicht über Epos, Lyrik und Drama und deren Arten. Anleitung zur Abfassung von Aufsätzen; zahlreiche Dispo- sitionsübungen. Vorträge aus dem Gebiete der Litteratur und Lektüre.
Themata der Aufsätze:
1. Am Ruheplatz der Toten, da pflegt es still zu sein.(Uhland.)
2. Welche Bedeutung hat die Reise Telemachs in der Odyssee für die Okonomie dieses Epos?
3. Rühmend darf's der Deutsche sagen,
Hlöher darf das Herz ihm schlagen: Selbst erschuf er sich den Wert.
4. Es leitet dich auch die Natur Zum Wahren, Guten, Schönen.(Klassenarbeit.)
5. Durch welche Beweggründe wird Wallenstein zum Verrat an seinem Herrn und Kaiser ver- leitet?(Nach Schillers„Wallenstein“.).
6. Charakter Max Pikkolominis.(Klassenaufsatz.)
7. Inwiefern sind die Worte Don Cäsars be- gründet:„Mein Platz kann nicht mehr sein bei den Lebendigen?(Nach Schillers„Braut von Messina“.)
8. Warum qurfte die Poesie, nicht aber die bildende Kunst den Laokoon schreiend dar- stellen?(Nach Lessings Laokoon I—IV.)
9. Klassenaufsatz:.
Wenn ohne Neid und IHHafs die Menschen wären, Nie uns und andre träf' ein Mifsgeschick, Wie manche Tugend möchten wir entbehren?
10. Wie mülste ein nach dem Goetheschen Gedichte „Der Sänger“ entworfenes Gemälde beschaffen sein, wenn dasselbe den Anforderungen in Lessings Laokoon entsprechen soll?
Adam.
3. Latein: 8 St.— a) Poetische Lektüre: C. A u. B:
2 St. Horaz Carm. Buch 3 und 4. Epod. 7. Satir. I, 1. Metrik. Paehler.
b) Prosaische Lektüre: 4 St. C. A: Ciceros Rede pro Sulla; Tacitus' Germania. Extemporieren aus Livius VII—X. Otto.
C. B: Tacitus' Annalen I; Ciceros Rede pro Sestio. Extemporieren aus Livius XXIII. Adam.
c) Stilübungen: 2 St. C. A u. B: Jede Woche abwechselnd, ein Exercitium oder Extemporale; mündliche UÜbungen und Repetitionen der Gram- matik; Aufsätze. Otto. Adam.


