Jahrgang 
1881
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V. 2 St. a) Freiübungen; Wie in VI. Es kamen hinzu Holz- stabübungen; Reigen; Turnspiele. b) Geräte- und Gerüstübungen: Klettertaue; wag- rechte Leiter; Sprunggestell.

IV. A u. B. 2 8t. a) Freiübungen: Die Frei- und Ordnungsübungen wurden erweitert Reigen; Turnspiele. b) Geräteübungen: Wie in V. Dazu kamen: Kletter- gerüst; Reck; senkrechte und schräge Leiter.

III b. C. A. u. B. 2 St. a) Freiübungen: Wie in IV. Reigen und Turnspiele wurden erweitert. b) Geräteübungen: Wie in IV. Es kamen dazu: Bock; Sturmbrett.

III a. C. A. u. B. 2 St. a) Freiübungen: Wie in III b. Ringen. übungen. b) Geräteübungen: Wie in IIIb. Neu dazu: Barren; Streckschaukel.

II b. 2 St. a) Freiübungen:

Hantel-

Schwierigere Freiübungen und

reigenartige(taktogymnastische) Ordnungsübun- en. Die Hantelübungen wurden eryveitert.

b) Geräteübungen: Immer stufenweise fortschreitende, schwierigere Geräte- und Gerüstübungen an allen- bis jetzt vorgenommenen Turnapparaten. Neu

dazu: Pferd;

II a. C. A. u. B. 3 St. comb.). a) Freiübungen: Wie in II b. Erweitert. b) Geräteübungen: Wie in IIb. Erweitert.

(davon je 1 St. allein, 1 St.

Ia u. b. 3 St.(davon je 1 St. allein, 1 St. comb.). a) Freiübungen: Zusammengesetzte(Gruppen) Frei- und Ordnungsübungen. Diskuswerfen. b) Geräteübungen: Zusammengesetzte Geräte- und Gerüstübungen. Neu dazu: Sprungkasten.

In einem am 16. October gegründetenGymnasiasten- Turnvereine, dem circa 40 Schüler der Secunda und Prima beitraten, wurden am Mittwoch und Samstag Abend von 78 Uhr Geräte- und Gerüst- übungen vorgenommen sowie Fechtunterricht erteilt.

Gull.

II. Chronik der Anstalt.

1) Nachdem im Winter 1879/80 der Erweiterungsbau des Gymnasiums vollendet, auch die Räume des neuen Stockwerkes mit den erforderlichen Utensilien ausgestattet waren, wurden während der Osterferien des verflossenen Jahres die Klassen der Anstalt aus der städtischen Marktschule in das nicht nur ver-

grölserte, sondern auch in zweckmälsiger Weise ne Prüfung der neu eintretenden Schüler wurde am Don des Schuljahres fand in der Aula am 16. April du

der Unterricht.

zu eingerichtete Gymnasialgebäude zurück verlegt. nerstag den 15. April 1880 vorgenommen; die Eröffnung rch einen Schulaktus statt.

Die

An demselben Tage begann

2) In der Zusammensetzung des Lehrerkollegiums sind während des abgelaufenen Schuljahres

folgende Veränderungen eingetreten. die Realschule I. O. in Siegen zu folgen.

Auskunft.

Candidat Spiess verliefs uns zu Ostern 1880, um einem Rufe an Als ordentlicher Elementarlehrer wurde zum Beginne des neuen Schuljahres der Lehrer an der hiesigen Elementar-Knabenschule Jakob Güll die Leitung des gesammten Turnunterrichts übernahm.

angestellt, der insbesondere

Ueber sein Leben gibt die nachstehende Mitteilung

Jakob Güll, geboren zu Holzappel im Unterlahnkreise am 10. April 1851, wurde am 28. Mai 1867 in das Königliche Lehrerseminar zu Usingen aufgenommen. Zu Ostern 1870 aus demselben entlassen, fand er seine erste Anstellung als provisorischer Lehrgehilfe in Esch bei Idstein, von wo er mit dem 1. Januar 1871 nach Biedenkopf versetzt wurde. Nachdem er die zweite(praktische) Lehramtsprüfung zu Usingen bestanden, wurde er am 1. Juli 1874 definitiv als Lehrer in Biedenkopf angestellt. Am 15. Juli 1875 folgte er einem Rufe an die hiesige Elementar- Knabenschule, an der er bis Ostern 1880 wirkte. An der Königlichen Central-Turnanstalt in Berlin legte er im März 1878 die Turnlehrerprüfung ab. Durch Verfügung vom 17. Februar 1880 übertru ihm das Konigliche Provinzial-Schulkollegium die neu errichtete Stelle eines Turnlehrers un er ſentohen Elementarlehrers am Gymnasium, in welche er am 15. April 1880 vom Direktor ein- geführt wurde.