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Vv IVv III II I Beſtand Febr. 1894(XVII. Progr. S. 27). 11 19 21 15 10 82 Abiturienten 17. März........— 3—— 3 Verſetzung 21. März........— 14— 17— 12— 11 + 14+ 17+ 12+ 11
— 6— 1
Aesehangn 5=— 7 Aufgenommen........... 6 1 3— 10 Abirrienten 29. Sept......... † †— 7— 4. 7 Verſetzung 3. Okt..........— 5— 2 + 5+ 2 Abgegangen...........— 1— 3— 2— 1— 1=—— 8 Aufgenommen..........+ 1+ 3+ 3=+ 7 9 17 19 17 12— 74 Die Augenunterſuchung durch die Herren Dr. Nauhaus und Dr. Kienitz⸗Gerloff ergab in V 3 normale, 3 etwas, 3 ſehr kurzſichtige Schüler, IV 10„ 6„ 1„ 1 1 III 13 4 2 6 0 9 II 10„ 4 9 1 1 1 6 111„ 5 2
„„„„„ Den Kurzſichtigen wurden in jeder Klaſſe die vorderſten Plätze angewieſen.
Dieſes Schuljahr erlitt wie bisher noch keines Störungen durch die Erkrankung zweier Lehrer: vom 20. April ab fehlte Herr Dr. Henkelmann, und vom 21. April ab mußte auch Herr Ketter ſeinen Unterricht wiederholt unterbrechen und bald nach den Pfingſtferien gänzlich aus⸗ ſetzen; den Verſuch, ihn im Winterſemeſter mit der beſchränkten Zeit von wöchentlich 6 Stunden aufzunehmen, mußte er nach den Weihnachtsferien wieder aufgeben. Die Vertretung der beiden Herren wurde durch ihre Kollegen und die Mitglieder des pädagogiſchen Seminars beſorgt und nach mancherlei Schwankungen ſo geordnet, wie die Tabellen auf S. 16 und 17 zeigen; außerdem hatte unſer früheres Seminarmitglied Hr. Kreislandwirtſchaftsinſpektor Wobig die große Güte, uns im Winterſemeſter mit einer beträchtlichen Anzahl von Stunden auszuhelfen, wofür ihm auch an dieſer Stelle beſtens gedankt ſei.
Vom 12. bis zum 16. Mai dauerten die Pfingſtferien.
Am 13. Mai ſtarb der bisherige Königl. Kommiſſar der Anſtalt, Herr Geh. Regierungs⸗ und Schulrat Riſch in Wiesbaden. Der Unterzeichnete war am 15. Mai morgens zufällig in Wiesbaden und wollte ihm bei der Gelegenheit einen Beſuch abſtatten; da erhielt er die erſchütternde Mitteilung, daß er am Nachmittag begraben werde, und es blieb ihm nur noch übrig, ſich dem zahlreichen Trauergeleite anzuſchließen, welches dem Toten die letzte Ehre erwies. Die Anſtalt, welcher er 10 Jahre hindurch ein ſtets wohlwollender und einſichtiger Vorgeſetzter war, wird ihm ein ehrenvolles Andenken bewahren.
Am 15. Juni fand im engeren Kreiſe der Schule eine Gedenkfeier des Todestages Kaiſer Friedrichs III. ſtatt, bei welcher der Direktor eine Anſprache an die verſammelten Schuler hielt.
Vom 1. bis zum 29. Juli dauerten die Sommerferien.
Am 24. und 25. Aug. beehrte Herr Regierungs⸗ und Schulrat Hechtenberg aus Min⸗ den die Anſtalt mit ſeinem Beſuche und wohnte dem Unterricht in allen Klaſſen ſowie auch einer Seminarſitzung und dem Lehrerkurſus bei.
Am 1. und 2. Sept. wurde zur Feier des Sedanfeſtes eine größere Turnfahrt unternom⸗ men, welche außer den Lehrern und Schülern der Anſtalt auch die Seminarmitglieder und die meiſten Teilnehmer am Lehrerkurſus mitmachten. Wir fuhren am 1. Sept. mit der Eiſenbahn bis Laubuseſchbach und gingen dann bei prachtvollem Wetter das Weilthal hinauf über Neuweilnau und Schmitten, wo geraſtet wurde, nach Oberreifenberg, wo wir Nachtquartier nahmen. Am nächſten Morgen erſtiegen wir den Feldberg, wo der Direktor am Brunhildisſtein in dichtem Mor⸗ gennebel die Feſtrede hielt: bei dem Kaiſerhoch am Schluſſe brach die Sonne durch, und nun zogen wir nach Homburg hinab, teils direkt, teils mit einem Umwege über die Saalburg. In Homburg wurde der Park mit ſeinen Heilquellen beſichtigt, auch noch ein Teil des Nachmittagskonzerts an⸗
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