Sommer.
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Winter.
franzöſiſch, 4 St. Lektüre: Mignet, Histoire de la révolution française, mit Präparation der Schüler aus einem Wörterbuch. Im Anſchluß daran das Wichtigſte aus der Tempus⸗, Mo⸗
dus⸗ und Wortſtellungslehre.
In jedem Halbjahr 5 Überſetzungen aus dem Franzöſiſchen ins
Deutſche und 5 aus dem Deutſchen ins Franzöſiſche, meiſt als Klaſſenarbeit, zur Korrektur. Erdkunde, wöchentlich 2 Stunden.
Mathematiſche Geographie(Matzat, Erd- kunde V, 1).
Spezieller Pflanzenbau, 2 St. mit Anbauver⸗ ſuchen der Schüler auf dem Verſuchsfelde. Der Anbau der für die Landwirtſchaft unſerer Pro⸗ vinz wichtigſten Kulturpflanzen: Arten und Varie⸗ täten, Anſprüche an Boden, Klima, Vorfrucht, Bo⸗ denbearbeitung und Düngung, Saatzeit, Saat⸗ methode, Saatmenge, Unterbringung, Pflege, Schutz beziehungsweiſe Vorbeugung gegen nachteilige Wit⸗ terungseinflüſſe und ungünſtige Bodenzuſtände, gegen Unkräuter, Schmarotzerpilze und tieriſche Feinde; Ernte, Wahl des Zeitpunktes, Erntever⸗ fahren, Behandlung der Ernteprodukte auf dem Felde, das Einfahren, die Aufbewahrung in Scheunen und Feimen, in Mieten und Kellern, das Dreſchen, Reinigen und Sortieren, Aufbe⸗ wahren auf dem Speicher, in Silos; durch⸗ ſchnittlicher Ernte⸗Ertrag dem Gewichte nach. Nach dieſen Geſichtspunkten werden behandelt: die Halmfrüchte: Weizen, Roggen, Gerſte, Hafer, Mais, Hirſe, Mengſaaten; die Hülſen⸗ früchte: Erbſen, Wicken, Linſen, Bohnen, Lu⸗ pinen; die Wurzel⸗ und Knollengewächſe: Kartoffel, Topinambur, Runkelrübe(Zuckerrübe und Dickwurz), Kohlrübe, Waſſerrübe, Möhre; die Futterpflanzen: Rotklee, Weißklee, Baſtardklee, Inkarnatklee, gemeine Luzerne, Sand⸗ luzerne, Hopfenluzerne oder gelber Hopfenklee, weißer Steinklee oder Bocharaklee, Wundklee, Seradella, Futterhirſe, Spergel, Lupine, Grün⸗ roggen, Grünmais, Grünbuchweizen, Futterge⸗ menge, namentlich Wickfutter und Kleegras; die Olpflanzen: Raps, Rübſen, Mohn; die Ge⸗ ſpinſtpflanzen: Flachs, Hanf.— 2 ſchrift⸗ liche Arbeiten zur Korrektur.
Betriebslehre, 6 St. Volkswiriſchaftliche Vor⸗ begriffe: Gut, Arbeit, Wirtſchaft, Wert, Ver⸗ mögen. Die Gütererzeugung, Mittel zu derſelben. Die Arbeit: die volkswirtſchaftlichen Arbeiten, Arbeitsteilung. Das Kapital: Vorrat von Gütern zum Zwecke fernerer Produktion. Beförderungs⸗ mittel der Gütererzeugung, das landwirtſchaft⸗ liche Genoſſenſchafts⸗ und Verſicherungsweſen. Der Umlauf der Güter: Abſatzgelegenheit, Märkte, Börſen(Getreide⸗, Produkten⸗, Geldbörſen). Wert und Preis; Geld, Kredit, Kreditzeichen
Allgemeine phyſikaliſche und ſtatiſtiſche Geo⸗ graphie(Matzat, Erdk. V, 2 und 3).
Spezielle Tierzucht, 4 St. Rindvieh⸗ zucht: Entwicklung des Rindes, Alterskenntnis, Exterieur, Raſſen, Züchtung, Züchtungszwecke, Auswahl der Raſſen und der einzelnen Zuchttiere für die verſchiedenen Zwecke, Kennzeichen der Milch⸗, Maſt⸗ und Zugfähigkeit. Aufzucht der Kälber; Ernährung des Rindes, Sommer und Winter⸗Stallfütterung, Weidefütterung, Weide⸗ dauer, Tüderweide, Bedarf an Weidefläſche. Die Stallfütterung, Vorteile und Nachteile gegenüber der Weidefütterung. Sommerſtallfütterung, Grün⸗ und Trockenfütterung, Dauer der Grünfütterung, Grünfutterbedarf. Winterſtallfütterung, Dauer derſelben, Bedarf an Winterfutter, Winterfutter⸗ Etat, Futterordnung. Pflege: Einrichtung des Rindviehſtalles, reinliches, bequemes Lager, Rein⸗ haltung der Tiere, des Stalles und der Stall⸗ geräte, ſtrenge Einhaltung der Futterordnung, angemeſſene Stalltemperatur; Rindviehkrankheiten und Gewährsmängel. Benutzung des Rindes, zunächſt zur Milchproduktion. Einflüſſe auf die Quantität und Qualität der Milch, wie Raſſe und Individualität, Fütterung und Pflege, das Alter der Milchtiere, die Dauer der Laktation, die Stalltemperatur. Die Milch, Bildung und Zuſammenſetzung derſelben, Milchfehler, Milch⸗ fälſchungen, Prüfung der Milch, Kontrolle des Milchertrages im ganzen und jedes einzelnen Milchtieres; das Melken, Melkgefäße, Melk⸗ röhrchen. Verwertung der Milch durch direkten Verkauf, Milchtransport, Gefäße, Kühlvorrich⸗ tungen. Verwertung der Milch durch Butterbe⸗ reitung, Käſebereitung. Das Molkereigebäude, Milchgefäße, das Aufrahmen und die verſchiede⸗ nen Aufrahmeverfahren, gewöhnliches Verfahren, holſteiniſches, ſchwediſches von Guſſander, das Swartz'ſche oder die Eismeierei, das Ausſchleu⸗ derungs oder Centrifüͤgalverfahren, Centrifugen. Das Buttern, aus ſüßem und ſaurem Rahm, friſcher Milch; Einflüſſe auf die Dauer des Butterns; die Buttermaſchinen, Stoß⸗, Schlag⸗, Roll⸗ und Wiegenbutterfäſſer. Weitere Ver⸗ arbeitung der Butter, Knetemaſchinen; Butter⸗ ertrag. Die Käſebereitung, Bereitung von Süß⸗ milch- und Sauermilchkäſen, von Hart⸗ und


