Jahrgang 
1895
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Sommer.

(Wechſel, Checks) und Kreditinſtitute(Banken). Die landwirtſchaftlichen Betriebsfaktoren im ein⸗ zelnen. Das Grundkapital, Brauchbarkeit der Grundſtücke, Bonitierungsſyſteme für Acker⸗ land und Wieſen. Die Gebäude: Zahl und Größe, Bauart, Größe des Gebäudekapitals. Das Landgut, Größe, Geſtalt, Lage; Arrondierung und Konſolidation. Inventarkapital: Ge⸗ rätekapital, Höhe desſelben, Geräte und Maſchi⸗ nen, Abnutzungs⸗ und Unterhaltungskoſten; das Viehkapital, Arbeits⸗ und Nutzvieh, Größe des Viehſtandes, Abnutzung des Zugviehkapitales, Höhe des Viehkapitales. Das umlaufende Be⸗ triebskapital: Vorräte aller Art, bares Geld; Größe des umlaufenden Betriebskapitals. Verhältnis der landwirtſchaftlichen Kapitalien zu einander, ihre Verzinſung. Die Arbeit: Handarbeit durch Zeitarbeiter und Akkordarbeiter, Spannarbeit durch Pferde, Ochſen, Kühe. Ma⸗ ſchinenanwendung. Quantität und Qualität der einzelnen Leiſtungen; Berechnung des Bedarfs an Arbeitskräften. Sorge für das leibliche und geiſtige Wohl der Arbeiter, Sicherung ihrer Zu⸗ kunft, Unfalls⸗, Krankheits⸗, Invaliden⸗ und Al⸗ tersverſicherung. Die Betriebsfaktoren in ihrer Verbindung zu Wirtſchaftsſyſtemen: extenſive und intenſive Wirtſchaftsſyſteme. Ge⸗ ſetze, nach welchen die Wirtſchaftsſyſteme ſich be⸗ ſtimmen und verändern, nach v. Thünens iſo⸗ liertem Staat. Einteilung des Ackerlandes in Schläge oder Felder, Fruchtfolge, Umlauf oder Rotation(Turnus). Die wichtigſten Wirtſchafts⸗ ſyſteme: reine Graswirtſchaft, ÜUrwechſelwirtſchaft (wilde Feldgraswirtſchaft, Hackwald⸗ und Röder⸗ wirtſchaft); Wechſelwirtſchaft, regelmäßiger Wech⸗ ſel zwiſchen Acker⸗ und Grasland(Koppelwirt⸗ ſchaft, Egartenwirtſchaft); Körner⸗ oder Felder⸗ wirtſchaft(Ein⸗, Zwei⸗, Drei⸗ und Mehrfelder⸗ wirtſchaft, die verbeſſerte Felderwirtſchaft); Frucht⸗ wechſelwirtſchaft; Nebenrotationen; Ubergänge von einer Fruchtfolge in eine andere. 6 ſchrift⸗ liche Arbeiten zur Korrektur.

Vofanik, 2 St. Die niederen Pflanzen mit beſonderer Berückſichtigung der landwirtſchaft⸗ lich wichtigen. Es ſollen jedenfalls behandelt werden: Bakterien(Milzbrand, Tuberkuloſe, Cho⸗ lera), Hefepilze, Kopfſchimmel, Kartoffelpilz, Traubenpilz, Flechten, Mutterkorn, Getreideroſt, Gitterroſt, Brandpilze, die bekannteſten eßbaren und ſchädlichen Schwämme; Mooſe, Farnkräuter. Befruchtung der Phanerogamen. Geſamtrepe⸗ tition. 2 ſchriftliche Arbeiten zur Korrektur.

Winter. Weichkäſen, Fett⸗ und Magerkäſen; Käſeertrag. Benutzung des Rindes zur Maſt: Auswahl der Maſttiere, Maſtmethoden, Fütterung, Pflege, Maſtdauer, Viehwage. Benutzung des Rindes zum Zug: Wahl der Zugtiere, Fütterung, Pflege, Anſpannung, Beſchlag. Aufzucht von Jungvieh. Pferdezucht. Entwickelung des Pferdes, Alterskenntnis, Exterieur, Beurteilung der Lei⸗ ſtungsfähigkeit, Kenntnis der einzelnen Knochen und ihrer Stellung zu einander, die natürlichen, angewöhnten und fehlerhaften Gangarten der Pferde, Färbung der Haut und Haare, Abzeichen; Raſſen, Züchtung, Geſtüte, Hauspferdezucht, Aus⸗ wahl der Zuchttiere, Aufzucht, Ernährung, Pflege, Stalleinrichtung, Hufbeſchlag. 4 ſchriftliche Arbeiten zur Korrektur..

Betriebslehre, 2 St. Buchführung. Bücher über das Grundkapital(Grundbuch); Bücher über das Inventarkapital(Vieh⸗Inventar, Ge⸗ räte⸗Inventar), ſtehende Buchführung; Bücher über das umlaufende Betriebskapital(Arbeits⸗ regiſter, Vorratsregiſter, Geldregiſter oder Kaſſa⸗ buch). Hilfsbücher: Notizbuch, Molkereiregiſter, Probe⸗, Ernte⸗ und Dreſchtabelle. Hauptbuch, Jahresabſchluß. Beiſpiel zur Berechnung des ſteuerpflichtigen Einkommens aus dem landwirt⸗ ſchaftlichen Betriebe. 2 ſchriftliche Arbeiten zur Korrektur.

Zoologie, 2 St. Die niederen Tiere mit beſonderer Berückſichtigung der landwirtſchaftlich wichtigen. Es ſollen jedenfalls behandelt werden: Tintenfiſch, Schnecken, Muſcheln; Würmer(Re⸗

enwurm, Blutegel, Spulwürmer, Trichinen, lchen, Bandwürmer, Leberegel); Stachelhäuter (Seeſtern, Seeigel); Hohltiere(Qualle, Blumen⸗ tiere, Korallen); Urtiere(Badeſchwamm, Infu⸗ ſorien, Wurzelfuͤßer). Geſamtrepetition. 2 ſchriftliche Arbeiten zur Korrektur.