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lich wechselte. Im Lesezimmer fagten zu bestimmten Zeiten auch die Arbeitsgemeinschaften und die Schülervereine, so daß die Verwalter anfangs keine geringe Mühe hatten, die Ord- nung immer wiederherzustellen, namentlich Feige, der die Bücherei zu betreuen hatte. All- mählich setzte sich aber auch hier die Einsicht in den Sinn der Ordnung durch.
Von den Schülervereinen arbeitete der Gymnasialturnverein„Jahn“ eifrig an der Ausbildung seiner Mitglieder. Trotz der Ungunst des Wetters wurde im ganzen Jahre eifrig geturnt und Leichtathletik getrieben. Im Juni nahmen Mitglieder des Vereins am Bezirksturnfest in Hess. Oldendorf teil, von dem alle mit Siegeskränzen heimkehrten. Den größten Erfolg brachte die Pflege des Schwimmsportes: auf dem Gauschwimmfest in Springe erzielte der Verein 5 erste, 5 zweite, 5 dritte und 2 vierte Preise; Lotz Ol wurde bei starkem Wettbewerb aus Hameln und Hildesheim Gaumeister. Auch in den Reichsjugendwettkämpfen errangen die Mitglieder erste Preise. Der Verein beteiligte sich ferner an der Feier des 80 jäh- rigen Bestehens der Vereinigten Turnerschaft Rinteln, mit der er seit langem in freundschaft- lichen Beziehungen steht. Den Höhepunkt des Vereinslebens bildete auch in diesem Jahre wieder das Winterturnfest, bei dem nicht Spitzenleistungen gezeigt werden sollten, sondern die gleichmäßsige Durchbildung aller Turner. Vorgeführt wurden Geräte- und Stabübungen; den Abschluß bildeten einige Pyramiden.— Seine Geräte vermehrte der Verein durch ein Rhön-— rad, an dem fleißig geübt wurde.— Die Zahl der Mitglieder betrug am 1. Januar 44; die Lei- tung hatte Vockroth UI, bzw. Stoevesandt UII.
Die Schulgruppe des„Vereins für das Deutschtum im Auslande“ hatte 180 Mitglieder. Zu der Sonnwendfeier auf dem Papenbrink erschienen dieses Mal außer den Bückeburgern auch die Mindener. Die Ausgestaltung des Abends lag bei den Rintelner Schulen. Eine Theaterpruppe des Gymnasiums führte ein heiteres Tanzspiel„Die Tanzgeige“ auf, Schüle- rinnen des Lyzeums tanzten einen Reigen. Bei flackerndem Holzstoß sprach Steinmann Ol kernige Worte über die schicksalsmäßige Verbundenheit der Deutschen drinnen und draußen.— Um neue Freunde und Mitarbeiter zu gewinnen, veranstaltete die Gruppe am 22. September einen Werbeabend; die Aufführung des Stückes„Bauern“ zeigte eindrucksvoll die Not des Grenzlandvolkstums.
Dank der unermüdlichen Vorarbeiten des Kurzschriftlehrers Zeichenlehrer Gündel konnte nunmehr auch der„Verein für Einheitskurzschriff“ ins Leben gerufen werden, der die Ueber- lieferung des alten„Stenographenvereins Stolze-Schrey“ übernehmen sollte. Am 16. Februar fand die eigentliche Gründungsversammlung unter dem Vorsitz des Bezirksleiters Tegtmeier- Minden statt. Der Direktor sprach über die Bedeutung der Einheitskurzschrift und gab dem neuen Verein die Wünsche der Schule auf eine gedeihliche Entwicklung mit auf den Weg. Die Mitgliederzahl betrug 25, den Vorsitz erhielt Lange UII; Schutzherr des Vereins wurde Studien- rat Orlopp. An der Tagung des Kurzschriftverbandes der Niedersächsischen Jugend am 7. April nahmen 7 Mitglieder teil; sie brachten folgende Preise mit: Lange UII 1. Preis: 120 Silben, Rüschen LII, Stoevesandt Olll, Bünte UII 1. Preis, Schneckener Oll, Kinkeldey UIl und Geller- mann LII 2. Preis: 60 Silben.— Mit dem Beginn des neuen Schuljahres übernahm der Ver- ein die Weiterbildung in der Kurzschrift selbst, die Anfänger(Olll) nehmen an dem Lehrgang teil, den die Schule einrichtet.
Die Turnspiele fanden wie im Vorjahre am Mittwoch Nachmittag statt; wenn ge- Spielt wurde, war der Nachmittag aufgabenfrei.
Die ungünstige feuchte Witterung, die oft wochenlang anhielt, beeinträchtigte die monat- lichen Wanderungen. Erst der Winter mit seinen Möglichkeiten sportlicher Betätigung bot einen Ausgleich. Die schönen Herbsttage, die der September brachte, nutzten die Oberklassen zu


