Jahrgang 
1929
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Rest zu zahlen?(Zinseszins- und Rentenrechnung.) 2) Durch den Punkt X= 3, yI 4 des Kreises X ²+ y ²2= 25 geht eine zur Abszissenachse symmetrische Parabel deren Scheitel im Mittelpunkt des Kreises liegt. Wie groß ist das von Parabel und Kreis eingeschlossene Flächenstück, wenn als Einheit l cm angenommen wird? Die Begrenzung des Flächenstücks ist zu zeichnen.(Analytische Geometrie und Intergral- rechnung.) 3. Eine Kugel mit dem Radiuser ist so zu durchbohren, daß der Mantel des dadurch entstehenden Zylinders, dessen Achse durch den Kugelmittelpunkt gehen soll, möglichst groß wird. Wie groß ist die Oberfläche des übrig bleibenden Körpers? Anzugeben: Flächeninhalt der Kugelkappe und Kugelzone: 2 †ð h.(Stereometrie und Differentialrechnung.) Jahresarbeifen wurden im abgelaufenen Jahre nicht angefertigt.

9) Die Einrichfung des künsflerischen und fechnischen Untferrichfs.

1. Der Zeichenuntferrichf gestaltete sich im wesentlichen so wie im Vorjahre. Es wurde noch mehr Wert auf die graphischen Künste gelegt, insonderheit wurden die im Sommer erarbeiteten Motive landschaftlicher und architektonischer Art im Winter für Linolschnitte umgearbeitet. Phantasie- und Gedächtniszeichnen wurden gepflegt. Folgende Aufgaben wurden durch alle Klassen zur Bearbeitung gestellt: Morgen- und Abendstimmungen an der Weser, Sonnenaufgang, Schiffsverkehr auf der Weser, einige Tage aus dem Schöpfungsbericht u. a.

Durch alle Klassen wurden Bilder(gute Wiedergaben) nach Farbe, Aufbau, Meister und Kunstepoche betrachtet, auf der Oberstufe in Verbindung mit den anderen kulturkundlichen Fächern. So vertiefte sich die Oll in die Romanik und Gotik, die l in Barock und Klassizismus und in die Kunst der Gegenwart.

Der wahlfreie Werkunterricht konnte wegen Erkrankung des Zeichen- lehrers nur in ganz beschränktem Maßze durchgeführt werden.

2. Musik: Die Klassen VI und V hatten wöchentlich 2 Stunden Musikuntericht. Gesungen wurden geistliche und weltliche Volkslieder; geübt wurden Dreiklänge zur Festigung der Intonation und Erhöhung des Wohlklanges. Bei festlichen Gelegenheiten, wie bei der Weihnachtsfeier wirkten beide Klassen in den vierstimmigen Gesängen des gesamten gemischten Chores mit, der dann über 100 Sänger umfaßte. Der Musikunterricht der Klassen IV Ol(in 2 Abteilungen: IV Olll und UIII Ol) brachte eine Einführung in die Akkordlehre vom einfachen Dreiklang bis zum Dominantseptimenakkord und beschäftigte sich in der Musikgeschichte mit der Romantik, inbesondere mit der Schuberts, und mit der Bedeutung Beethovens. Die Ausnahmestellung der 9. Symphonie Beethovens in der gesamten Instrumental- und Chormusik wurde in den 4 oberen Klassen behandelt. Der vierstimmige Chor wirkte bei den verschiedenen Veranstaltungen der Schule mit, teils mit a-capella-Gesängen teils im Verein mit dem Schülerorchester. Außer dem gemischten Chor übte noch ein Männerchor. Gesungen wurden u. a. Schubert: Sanctus, In einem kühlen Grunde und andere Volkslieder,Die Sonn' erwacht aus Preciosa, Nachtgesang von Chwatal, Sturmbeschwörung von Dürrner u. a.

Das Streichorchester bestand im Berichtsjahre aus 7 ersten, 5 zweiten Geigen, 5 Bratschen, 2 Celli und einem Kontrabab. In wöchentlich 2 Stunden wurden Werke von Händel, Gluck und Mendelssohn geübt. Vor der Oeffentlichkeit spielte das Orchester, verstärkt durch Mitglieder der Schülerkapelle(1 Flöte, 2 Klarinetten, eine 5. Klarinette als Oboe, 2 Trompeten, 2 Hlörner und Schlagzeug) und durch Fachmusiker(Oboe, Flöte, Fagott, Cello und Baß), die Ouvertüre zuIphigenie in Aulis von Gluck und