Jahrgang 
1928
Einzelbild herunterladen

21

fand am 19. Dezember statt. Von den Abiturienten dieses Jahres gehörte einer dem Alumnat an. Der Gesundheitszustand der Zöglinge während des verflossenen Jahres war durchweg befriedigend.

i) Schulgeldsaß, Freisfellen u. a.

Der Schulgeldsatz betrug 200 RM. jährlich; für Geschwister wurde die gesetzliche Er- mäßigung gewährt. 12 Schüler hatten eine ganze, 25 bzw. 22 eine halbe Freistelle. Den In- habern von Freistellen wurden, soweit vorhanden, freie Lehrmittel zur Verfügung gestellt, einzelne Bücher wurden auch an andere bedürftige Schüler abgegeben. Erziehungs- beihilfen aus Schulmitteln erhielten 4 Schüler. Soweit die 20 v. H. des aufkommenden Schul- geldes nicht für Geschwisterermäßigung und Freistellen Verwendung fanden, dienten sie dem Ausbau der Hilfs- und Handbücherei. Die Handbücherei, die zur Durchführung des Arbeits- unterrichts namentlich in den Arbeitsgemeinschaften das notwendige Rüstzeug enthielt(466 Bände), wurde von den Schülern der oberen Klassen eifrig benutzt; sie wird als Arbeitsbücherei weiter ausgebaut werden.

k) Berufsberafung.

In dem Mabe, in dem sich das Berufsleben rationalisiert, wachsen die Schwierigkeiten der Berufsberatung. Hinzu kommen die starken Schwankungen auf dem Berufsmarkte. Die eigentlich notwendige Fühlung mit den Beraufsämtern ist in der Kleinstadt sehr schwierig auf- rechtzuerhalten. Durch eine Verbindung, die der Direktor mit dem Leiter des Psychologischen Instituts in Hannover, Herrn Dr. Hische, anknüpfte, ließen sich in einigen Fällen Schwierig- keiten überwinden, da Herr Dr. Hische freundlicherweise bei der Berufswahl ratend und helfend mitwirkte. Die UIII als die Klasse, aus der eine größere Zahl von Schülern in das Berufsleben übergeht, besuchte unter Führung des Direktors und ihres Klassenleiters das Psychologische Institut. Dabei Begegneten die Berufseignungsprüfungen besonderem Interesse. Außerdem bemühten sich die Berufsberater an der Schule, Herren des praktischen Lebens zu gewinnen, die bereit waren, über die Anforderungen für die verschiedenen Berufe vor den Schülern zu sprechen. So hielt der Obersekretär am Finanzamt, Herr Koselack, einen klaren Vortrag über die mitt lere Beamtenlaufbahn. Herr Prokurist Langschmidt erklärte sich bereit, in Einzelfällen die Schüler zu beraten, die einen kaufmännischen Beruf ergreifen wollen. Andere Vorträge sind in Aussicht genommen. So kann die Schule gewiß bei der Berufswahl helfen. Der Haupt- schwierigkeit aber, dem übersteigerten Berechtigungswesen, steht sie machtlos gegenüber.

IV. Der Elfernbeiraf.

Dem Elternbeirat gehörten im Berichtsjahre an: 1. Herr Landrat Dr. Möwes, Vorsitzender, 2. Herr Kulturbauinspektor Demandt, Schriftführer, 3. Herr Pfarrer Wille⸗Steinbergen, 4. Frau Meyer zur Heide-⸗Eisbergen, 5. Frau Marie Stoevesandt. In einer Sitzung am 5. Februar, an der auch verschiedene Mitglieder des Lehrkörpers teilnahmen, wurde eine Reihe von Fragen besprochen, die Schule und Elternhaus angehen.