Jahrgang 
1926
Einzelbild herunterladen

16

i) Schulgeldsaß, Freisfellen u. a.

Das Schulgeld betrug monatlich 10 RM.; für Geschwister wurden die gesetzlichen Er- mäßigungen gewährt. An Freistellen wurden 14 ganze und 15 bezw. 16 halbe vergeben. Lehrmittel- freiheit wurde bedürftigen Kindern gewährt, soweit die Bestände der Hilfsbücherei dafür ausreichten. Eine Erziehungsbeihilfe wurde 5 Schülern gegeben. Die Hilfsbücherei wurde auch im Berichtsjahre weiter ausgebaut, u. zw. durch Spenden abgehender Schüler und vor allem durch die für solche Zwecke zur Verfügung stehenden 7,5 v. H. des aufkommenden Schulgeldes. Angeschafft wurden Lehrbücher, ferner Hilfsmittel zur weiteren Ausgestaltung und Vertiefung des Unterrichts und der Arbeitsgemein- schaften. Fast alle Fächer fanden dabei Berücksichtigung; die Schüler der oberen Klassen hatten so die Möglichkeit, sich selbst weiterzubilden und der Lehrer konnte dem Schüler sofort das Buch in die Hand geben, das dem weiterführenden Arbeitsunterricht diente. Im ganzen entspricht diese Einrichtung, die schon im vorigen Jahre getroffen wurde, gerade in der Kleinstadt einem wirklichen Bedürfnis.

k) Berufsberafung.

Die Berufsberatung beschränkte sich im verflossenen Jahre darauf, im Unterricht der Klassen von UIl an aufwärts berufsethische Fragen zu besprechen; für die UII wurde eine Zusatzstunde von Weihnachten ab, die der Direktor hielt, unter diesen leitenden Gesichtspunkt gestellt. In den Fällen, in denen der Rat der Schule gesucht wurde, Wwurde bereitwillig Auskunft erteilt; leider sind die Berufsaussichten vielfach noch recht ungeklärt.

IV. Der Elfernbeiraf.

Elternbeiratsmitglieder im Berichtsjahre waren: 1. Landrat Dr. Moewes; 2. Rechtsanwalt Brenning; 3. Veterinärrat Dr. Opalka; 4. Frau Joh. Droste; 5. Kulturbauinspektor Demandt. In einer Sitzung wurde verhandelt über die Schulfeier des Reformationsfestes, über die Schäden einer zu starken Vereinstätigkeit des Schüler, wie sie in letzter Zeit in Erscheinung getreten waren; ferner wurde die Bestellung eines Schularztes bis zu einer staatlichen Regelung beschlossen. Eine öffentliche Elternversammlung, die geplant war, konnte nicht stattfinden, da die Arbeiten an der Wiederherrichtung unserer Aula es verhinderten. Die Elternschaft half im Berichtsjahre mit, die empfindlichsten Lücken in unseren Sammlungen zu schließen. Durch einen kleinen regelmäßig ge- leisteten Beitrag, der dem Direktor zur Verfügung gestellt wurde, konnte die naturwissenschaftliche Sammlung bereichert und die Klassenbücherei der VI und V ganz neu ausgestattet werden. Die An- Kleideräume vor der Turnhalle wurden wohnlich gemacht, ferner wurden die Sachunkosten des Werk- unterrichts davon bestritten u. a. m. Auch der Verein ehemaliger Schüler stiftete eine größere Summe, die für die Radioanlage und für die Beschaffung eines neuzeitlichen Projektions- apparates mit Mikrovorsatz und Filmvorrichtung, der an die einfache Lichtleitung angeschlossen und epidiaskopisch verwandt werden kann, verwendet wurde. Herr Prof. Dr. O. Weiss, Direktor des Physiologischen Instituts an der Universität Königsberg, alter Schüler der Anstalt, übersandte seine Biophysik als 2. Teil seines Grundrisses der Physiologie; Herr Geheimrat Dr. Heldmann stiftete der Primabücherei: SchreinerEcho von gestern. Die Emergency Society bestritt die Kosten der Neuen Jahrbücher. Allen Spendern sei auch an dieser Stelle der herzliche Dank der Schule ausgesprochen.

.