Jahrgang 
1926
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Im übrigen war der Musikunterricht darauf eingestellt, die Jugend anzuhalten, die Bedeutung der Musik im Leben des einzelnen und der Gesamtheit namentlich in unserer deutschen Kultur zu würdigen und zu begreifen, daß die Musik nicht Sache einzelner, sondern für alle Volkskreise eine Quelle der Freude und der Erhebung ist.

Zur Belebung des musikalischen Lebens der Schule trägt das im Entstehen begriffene Or- chester bei, zu dem möglichst alle musikalisch veranlagten Schüler herangezogen werden. Um die Ausbildung müht sich in dankenswerter Weise Herr von Fossard, der Kraft und Zeit in den Dienst der guten Sache stellt.

Auch die alte fast verschollene Musikkapelle konnte wieder ins Leben gerufen werden, ergänzt durch ein Trommler- und Pfeiferkorps. Die alten Instrumente sind großenteils wieder heran- geschafft und wiederhergestellt. Trommeln und Pfeifen wurden dank des Entgegenkommens des Prov. Schulkoll. aus den Beständen des Seminars leihweise überlassen. Um die Ausbildung haben sich außer Herrn Stud.-Ass. Küster noch Herr Krüger und Herr Droste verdient ge macht; allen Herren gebührt für ihre uneigennützig geleistete Arbeit der Dank der Schule. Wenn es auch gewiß an der Grenze der von der Schule zu leistenden Arbeit liegt, die Schüler auf diesem Gebiete zu fördern, so ist es auf der anderen Seite doch von Wert, wenn auf diese Weise Mittel- punkte geschaffen werden, um die sich freiwillig im Dienst eines Ganzen geleistete Arbeit herum- schliesst. Diese Wertgebiete im Laufe der Zeit zu vergeistigen, wird die Sorge der Schule sein.

c) Leibesübungen:

a) Turnen und Spielen: Es bestanden 7 Turn- und 5 Spielabteilungen. Geturnt Wwurde in der Turnhalle, auf dem Turnhofe und auf dem Kollegienplatze. Die Bewegungsspiele und leichtathletischen Uebungen fanden im Sommer und zum Teil auch im Winter auf dem schön ge- legenen Steinanger statt. Im Winterhalbjanr wurden meist Uebungsmärsche in die Umgebung Rintelns unternommen, die wohl auch mit einem Geländespiel verbunden wurden. 24 Schüler, die Weit von Rinteln oder ihrer Bahnstation entfernt wohnten, wurden mit Zustimmung des Prov. Schulkoll. während der kalten Jahreszeit von der Teilnahme an den Spielen befreit. Bei ungünstigem Wetter trat an die Stelle des Marsches planmässiges, nach Klassen geordnetes Turnen.

b) Schwimmen In diesem Jahre fand zum ersten Male planmässiger Schwimmunter- richt statt. Da sich alle Eltern der Schüler der IV einverstanden erklärten, so konnte der Unter- richt für verbindlich erklärt werden. Die Leitung hatte Studienassessor Eggers. Schwimmstunden waren die Turn- und Spielstunden, die der auswärtigen Schüler wegen auf die letzten Vormittags- stunden zusammengelegt. wurden. Infolge mannigfacher Schwierigkeiten konnte leider erst spät mit dem Unterricht begonnen werden. Die lange Pause der grossen Ferien und die ungünstige Witterung, die unmittelbar darauf einsetzte, beeinträchtigte den Erfolg. Immerhin vermochten 17 Schüler die schweren Bedingungen zu erfüllen, die an die Erwerbung des Freischwimmscheines geknüpft sind. Der Schwimmunterricht wird beibehalten werden, vielleicht unter günstigeren Bedingungen, wenn das neue Schwimmbecken fertiggestellt sein wird.

9) Wahlfreier Unferrichf auf der Oberffufe.

l. Deutsch(im Sommer zwei-, im Winter einstündig).

Behandelt wurde die Romantik. Eine geistesgeschichtliche Einführung ging voraus, die. namentlich für die Ul notwendig war. Auf Grund umfassender Lektüre wurde unter wachsender itarbeit der Schüler durch Aussprache und Vortrag ein Bild von der Romantik gezeichnet, wie sie sich in ihrer Mannigfaltigkeit und ihren Verflochtenheiten offenbart. Die weltanschauliche Seite