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jeden Jahres fällig ist. Wie groß ist diese neue Rente bei Berechnung von 5 ¼% Zinses- zins?(Rentenvergleichsaufgabe.)
4. Nonstruiere ein Dreieck aus a, ha: sa, pP!(Vorbetrachtung und Konstruktion ausführlich.) (Geometrisch-synthetische Lösung.)
D Die Einrichfung des künffleriſchen und fechniſchen Unferrichfs.
a) Zeichnen: Der Zeichen- und Kunstunterricht wurde von einem technischen Fach um- gewandelt in ein solches kunstschöpferischer, kunstbetrachtender und werkunterrichtlicher Art und als verbindliches Lehrfach für alle Klassen in den Gesamtplan der Schulerziehung als tätiges Glied hineingestellt. Da er die schon im Kinde vorhandenen Kräfte des Schauens und Gestaltens ent- wickeln will, so wurde den Schülern reichlich Gelegenheit geboten, in freien Arbeiten(durch Zeichnen, Malen, Buntpapierarbeiten, Linolschnitte) ihre persönliche Ausdrucksweise und das Matß ihres Könnens zu zeigen. Mit den freien Arbeiten gingen Hand in Hand Studien nach der Natur und nach Kunstwerken. Mit Erlernung einfacher Kunstschriftföormen wurde begonnen.
Das„gebundene Zeichnen“ wurqde als praktisches Linearzeichnen während der Winter- monate betrieben. Die Schüler der oberen Klassen wurden zum projektivischen Darstellen von Ge- genständen des Handwerks, der Technik und der Architektur angeleitet und mit dem Gebrauch der für exakte Darstellung erforderlichen Werkzeuge(Lineal, Schiene, Reißzeug usw.) vertraut gemacht.
In Arbeitsgemeinschaft mit dem gesamten kulturkundlichen Unterrichte wurden die Schüler durch Betrachtung von Kunstwerken in ein lebendiges Verhältnis zu diesen gebracht und angehalten, sich mehr und mehr in die formale Gestaltung des Kunstwerkes und die persönliche Ausdrucksweise des Künstlers zu vertiefen.
Neu eingeführt wurde der„Werkunterricht“(Handfertigkeitsunterricht.) Während der Wintermonate war den Schülern aller Klassen Gelegenheit geboten, in dem vom Zeichenlehrer ge- leiteten Werkunterricht sich zu betätigen, zu„basteln“, sei es durch Anfertigung von Laubsäge- oder sonstigen Holzarbeiten, Schnitzereien, Papier- und Papparbeiten, Buchbinden, Ausbessern von Büchern, Bau physikalischer Apparate, u. dgl. Eine Hobelbank samt Werkzeugen sowie das zum Buchbinden nötige Material standen zur Verfügung.
Am Werkunterricht nahmen 25 Schüler der Klassen VI- UI teil. Es darf erwartet werden, daß die Beteiligung künftig noch reger wird. Abgesehen von der Herstellung nützlicher Gebrauchs- gegenstände— eine Beschäfttigung, die viel Freude bringt— lernen die Schüler manchen praktischen Handgriff und sammeln Bausteine für die Praxis des späteren Technikers, Ingenieurs oder Architekten.
b) Muſik: Die Klassen VI und V hatten wöchentlich 2 Stunden Nusikunterricht(Gesang und Theorie.) Auf der Unterstufe wurde hauptsächlich Gewicht darauf gelegt, die im Schüler vorhan- denen Kräfte: Gefühl, Phantasie, Gestaltungswillen zu wecken und zu entwickeln und die Schüler zu selbständigem Schaffen anzuregen.
Die Schüler der Klassen IV— OlII und UlI— Ol nahmen getrennt in wöchentlich einer Stunde am musiktheoretischen bzw. geschichtlichen Unterricht teil.(Im Uebergangsjahr 1925/26 mußte dieser Unterricht aus technischen Gründen auf eine Stunde beschränkt werden, im Sommer für die Mittelstufe, im Winter für Oberstufe; im kommenden Jahre wird den ministriellen Vorschriften ent- sprechend für jede Stufe eine Jahresstunde zur Verfügung stehen) Es wurde ein Ueberblick ge- wonnen über die Entwicklung der Musik von den ältesten Zeiten über die Tonkunst des Mittelalters bis zu der des 16., 17. u. 18. Jahrhunderts. Aus der Geschichte der nachklassischen Musik wurden wichtige Vertreter herausgegriffen, namentlich die Liederkomponisten Franz Schubert, Karl Löwe und Robert Schumann. Die Schüler der oberen Klassen trugen im Einzelgesang Lieder vor.


