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tisch mit Schraubstock, ein Schreibtisch, ein verschliessbares Chemikalienschränkchen, ein Bücherregal und ein Schrank für Arbeitskleider sowie ein emailliertes Ausgussbecken mit Wasserleitungsanschluss zu nennen.
Das im Rücken des Lehrsaales gelegene Vorbereitungszimmer für Chemie gleicht hin- sichtlich seiner Ausrüstung dem Vorbereitungszimmer für Physik; ebenso wie dort befinden sich hier 1 Werktisch, 1 Schreibtisch, 1 Büchergestell und 1 Apparatenschrank mit Glasaufsatz, ferner 2 grosse Chemikalienschränke mit Glas-Schiebetüren, 1 Abzugsschrank für schädliche Dämpfe mit Gasleitung und Lockflammen, 1 Trockengestell mit Ablaufbrett und Spültisch.
Im III. Obergeschoss kommt die grosse Treppenhalle, in welcher die Haupttreppe endigt, als freie mit Netzgewölben überdeckte Säulenhalle zur besonderen Geltung. An den von hier ausgehenden Korridoren liegen auf der einen Seite 3 Lehrsäle, auf der anderen Seite 1 Zeichensaal mit Waschraum und einem Raum zum Aufbewahren von Reissbrettern und Mo- dellen und Zimmer für die Zeichenlehrerin.
Der Zeichensaal ist nach der Nordseite im Giebel nach der Mitternacht gelegen, ein- seitig in den Dachraum eingebaut, und erhält durch 6 grosse Fenster eine günstige Belichtung. Durch Errichtung einer Längswand wird die schräge Dachfläche in den Nebenraum verlegt, welcher zum Teil eingebaute Glasschränke aufnimmt und für Aufbewahrung von Reiss- brettern und Modellen, sowie für einen Waschraum dient. Der Fussboden ist wie in allen übrigen Schulräumen mit Linoleum belegt. An der Stirnwand ist ein erhöhtes Podium und auf demselben sind 5 verschiedene Tafeln, teils in Glas, teils in Aluminium, angeordnet. An der Langseite sind weitere Wandflächen für Schiefertafeln zu Freihand- und Zeichenübungen der Seminaristinnen aufgestellt.
Wir begeben uns nunmehr über die Seitentreppe zurück und gelangen in die mit Kreuzgewölben zwischen einer mittleren Säulenreihe überdeckte Wandelhalle im Hof, wo wir uns überzeugen, dass die grosse Fläche derselben der Jugend auch bei schlechtem Wetter einen Tummelplatz bietet. Der Boden ist mit roten Sechseckplatten belegt. Die verputzten Wände zeigen ein Reihe von alten interessanten Architekturteilen, welche bei der Niederlegung des Klosters gefunden und, soweit sie nicht vom Museum beansprucht wurden, in die Mauer ein- gesetzt sind, sodass diese einzelnen Reste, so unter anderem das Wappen derer zum Jungen, aus deren Geschlecht wir einen der Stifter kennen gelernt haben, Steine aus der Schwedenzeit vom Jahre 1632 u. s. w., von der frühesten Zeit bis in das 18. Jahrhundert manchen interes- santen Aufschluss geben.
Im Innern der Wandelhalle ist noch ein schönes Renaissance-Portal, aus dem ehemaligen Stadionerhof wieder zur Aufstellung gelangt. Ausserdem befindet sich hier ein freistehender Trinkbrunnen mit einem in Kupfer getriebenen Aufsatz eines Pelikan mit seinen Jungen, die Fürsorge darstellend.
Der vor uns liegende Schulhof wird an zwei Seiten von dem Schulgebäude, an den andern Seiten von der nunmehr wieder hergestellten Kirche des ehemaligen Reich-Klaraklosters und von den Hofmauern der an der Flachsmarktstrasse gelegenen Privathäuser begrenzt. Als wirksames Architekturstück sind an der Seite nach der Kirche hin zwei reich mit Bildhauerarbeit geschmückte Steinsäulen aufgestellt, welche aus dem Abbruch des ehemaligen Stadionerhofes gerettet worden sind und hier nun unter Ueberdeckung mit einem Eichenholzgebälk eine in- teressante Bereicherung des Hofes bilden.
Von der Wandelhalle gelangen wir unter dem Schutze eines gedeckten Ganges, an dessen Holzsäulen sich zukünftig Schlingpflanzen emporziehen werden, auch bei schlechtem Wetter vom Schulhaus trockenen Fusses nach dem Abort für die Schülerinnen, einem kleinen


