Jahrgang 
1908
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Gebäude im Hof mit vorgelegtem Rundbau, in welch letzterem ein interessanter Dachstuhl, ein Teil des ehemaligen sogenannten Anatomiesaales, Verwendung gefunden hat.

Die Abortanlage ist nach dem Schwemmsystem mit intermittierender Spülung ausgeführt. Für die Abortsitze sind Feuertontrichter verwendet. Das gesamte Holzwerk ist in weisser Emaillefarbe gestrichen, der Boden ist mit geriffeltem Zementestrich versehen.

Wandelhalle.

Wenn auch anfänglich noch das schmückende Grün im Schulhof fehlt, so ist doch zur wirksamen Belebung der einfachen Architekturformen darauf Rücksicht genommen, dass sowohl der Neubau, wie die offene Halle, als auch die wiederhergestellten Kirchenmauern sich dereinst ganz mit Grün überziehen werden, weshalb, soweit nicht Epheu verwendet worden ist, der Kletterwein (vitis veitchii) zur Anpflanzung kam.

Bevor wir den Hof über die Ausfahrt durch das grosse kunstgeschmiedete Einfahrtstor an der Petersstrasse verlassen, kommen wir noch an dem vom Haupttreppenhaus nach dem Hof führenden Portal vorüber, das eine scherzhafte Darstellung des Nürnberger Trichters und seiner Anwendung zeigt, und an einem Laufbrunnen vorbei, der als Aufsatz einen kunstgeschmiedeten Pfau, in Kupfer, trägt.

Links von diesem Portal, zwischen dem Treppenhausvorbau und dem Kloster, befindet sich eine mit Wellblech überdachte Fahrradhalle mit 28 Ständen, welche den radfahrenden Schülerinnen Gelegenheit zum Aufbewahren ihrer Räder bietet.