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Wandseite auf Brüstungshöhe mit gelben glasierten Platten verkleidet sind; die Decken und Wände sind weiss geblieben, und der Schmuck ist lediglich auf die reich gegliederten Sandstein- Rippengewölbe in Verbindung mit den massiven Bögen und Säulen beschränkt.
Die Fenster des Haupttreppenhauses sind in den unteren Geschossen mit Kathedral- rautenverglasung eingefasst, in den oberen Geschossen mit Glasmalereien in stimmungsvollen Farbtönen, insbesondere das grosse Masswerksfenster des letzten Laufes mit einer Szene aus dem Märchen vom Dornröschen geschmückt.
Auf unserm Rundgang im Erdgeschoss nehmen wir nun den Weg über den mit Kreuz-— gewölben zwischen Gurtbögen überwölbten 3,20 m breiten Mittelkorridor, welcher von dem im Mittelpunkt des Gebäudes gelegenen Haupttreppenhaus nach dem an der petersstrasse gelegenen Nebentreppenhaus führt und die Verbindung mit der Wandelhalle im Hofe herstellt. Durch seine Lage zwischen den beiden Treppenhäusern erhält dieser Mittelkorridor von beiden Seiten eine ausreichende Belichtung. Der Fussboden, wie die Korridore in allen übrigen Stockwerken, ist mit rotem Linoleum belegt und an den Wänden mit einem grünblauen Linoleum- fries abgeschlossen. Die Korridorwände sind auf 1,50 m Höhe in einem gelbgrauen Ton in Oelfarbe mit blauer Abschlussborde gestrichen und zeigen durch Schwammbehandlung eine interessante Flächenwirkung. Darüber sind die Wand- und Deckenflächen in weisser Leimfarbe angelegt. Verschiedene Messingwandarme, die in Kristallglocken die elektrischen Lampen tragen, bilden zugleich einen besonderen Schmuck der Korridore, die mit Ausnahme der durch einfache Malerei ausgezeichneten Türen und einiger Künstlersteinzeichnungen eine schlichte Ausführung zeigen. Die Kleiderablage ist auf den Korridoren angebracht. An verschiedenen geeigneten Punkten der Korridore sind Ruhebänke aufgestellt, die gleichzeitig als Truhen zum Aufbewahren von Karten etc. dienen.
Im Erdgeschoss befinden sich 4 Klassenzimmer, 1 Lehrerinnenzimmer mit Toiletten und Waschgelegenheit, 1 Sammlungszimmer, 1 Raum für kranke Schülerinnen, 1 Dienerzimmer mit Milchküche und 1 Frühstückszimmer für die Schülerinnen.
Wir treten in eines der Klassenzimmer ein, das für die Vorschule dient. Es ist ein luftiger Raum von 3,95 m lichter Höhe, dessen Sockel und Wände, welche eine lichte Abtönung zeigen und mit Bordüren versehen sind, im Verein mit dem roten Linoleumbelag des Fussbodens und den naturfarben lasierten Schulbänken und sonstigen Mobilien, den Leinenvorhängen mit Bordüren und den darüber befindlichen Rollvorhängen, dem weissen Anstrich der Fenster sowie den an den Wänden verteilten, der Bedeutung der Klassen entsprechenden Bilderschmuck, dem Raum den Charakter eines blossen Nutzraumes nehmen und ihm einen wohnlichen Eindruck verleihen. Die Wandflächen hinter den Heizkörpern sind mit glasierten Spaltsteinen verkleidet.
An der Vorderseite ist ein durchlaufendes Podium von 1,30 m Breite angeordnet, auf welchem, um den Blick nach den Wandtafeln freizuhalten, an der Fensterseite der Katheder auf- gestellt ist. Um eine gute Ausnutzung des Raumes zu ermöglichen, sind die Bücherschränke in Wandnischen eingebaut.
Für jede Klasse sind ca. 4,80 qm Tafelfläche vorhanden, und zwar sind dreiteilige umklappbare Schiefertafeln zwischen Holzrahmen an der Wand angebracht. Eine geeignete Vorrichtung an der Decke über dem Katheder dient zum Aufhängen von Vorlagen und Bildern, für welch letztere auch an den Stirnwänden entsprechende Leisten angebracht sind.
Um den Schülerinnen eine richtige Beurteilung der Raumgrösse zu ermöglichen, sind an der Wand neben der Türe die Abmessungen jeder Klasse angeschrieben; ausserdem ist hier ein Masstab mit der genauen Angabe der Schüler- und der Bankgrössen der Klasse vorhanden.
Die Beleuchtung, welche nur in einem Teil der Klassen eingeführt ist, erfolgt mittelst einer hinreichenden Anzahl elektrischer Glühlampen, deren Pendel weiss angestrichen sind.


