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Bei dem inneren Ausbau war es die Absicht des Architekten, den Hallen und Sälen die Nüchternheit des reinen Nutzbaues zu nehmen und ihnen mit einfachen Mitteln einen stimmungsvollen Gehalt zu verleihen. Eine besondere architektonische Bedeutung mussten dabei naturgemäss die Eingangs- und Treppenhallen in den verschiedenen Stockwerken erfahren.
Blick in das Schultreppenhaus
Treten wir vom Haupteingang am Mitternachtsplatz ein, so gelangen wir in eine kleine nach aussen mit einem kunstgeschmiedeten Gittertor abschliessbare Vorhalle, die vom Dienst- zimmer des Pedellen übersehen werden kann. Durch die Haupteingangstüre werden wir in das geräumige Vestibül und von hier aus über eine breite Freitreppe in das anschliessende Haupt- treppenhaus geleitet und sehen hier lediglich durch die Art der Konstruktion eine architektonische Raumgliederung angewendet, welche dem Eintretenden die Würde des Hauses zum Bewusstsein bringt. Während die Vorhalle in den Abmessungen von 8,30 m auf 6,40 m durch eine mittlere Säule in 4 gleiche Felder geteilt ist, die mit reichen Sterngewölben gegliedert sind, mussten die durch alle Geschosse reichenden Säulen des Haupttreppenhauses einerseits die Kreuzgewölbe der Gänge, andrerseits die grossen 2,60 m breiten Läufe des Treppenhauses, deren Stufen aus Granit bestehen, mittelst Sandsteinbogen und Gurten aufnehmen. Ein Wandbrunnen zwischen den unteren Läufen der Treppe spendet den Kindern das köstliche Nass, wobei vorweg bemerkt werden soll, dass auch in den oberen Stockwerken in gleicher Weise hierfür Sorge getragen ist.
Der Fussboden der Vorhalle ist mit roten Sechseckplatten belegt. Die Schlussteine der Gewölbe sind mit den Wappen von Hessen und Mainz sowie seiner eingemeindeten Orte geschmückt, die Brüstungen der Treppenläufe mit reichen Masswerksfüllungen versehen, deren


